Sioux City

„Man, you’ll just see many corn fields“,“ What the h*** do you want in Iowa“

Das waren nur zwei Reaktionen meiner lieben Mitmenschen, als ich Ihnen sagte, dass ich am Wochenende (24.09.-27.09.) nach Sioux City fahren werde. Für alle die nicht wissen, wo diese Stadt ist- ich wusste es auch nicht.

Sioux City sitzt im 3 Länder-Eck Iowa, Nebraska, South Dakota. Der Grund für meine Tour war der Besuch von Cedric, meinem big-buddy vom Vorbereitungsseminar. Knappe 500 meilen (800km) oder 8 Stunden Autofahrt trennen unsere beiden Orte, der erste Härtetest für meinen Ford.

Donnerstags nachmittags nach dem College ging es also los. Avisierte Fahrzeit betrug zwischen 7 und 8 stunden. Wer schon einmal als Autofahrer in Illinois unterwegs war, der wird sich bestimmt an die netten Toll-Stations erinnern, Mautstellen, die Gebühr für die Nutzung bestimmter Straßen erheben. Zwischen einem halben und mehreren Dollars werden einem pro Station in Rechnung gestellt. Dies kann entweder auf konventionelle Weise, also Barzahlung, erfolgen oder mittels eines erwerbbaren Transponders elektronisch über das Auto. Zum Glück bin ich stolzer Besitzer eines solchen Transponders, der einem schon viel Zeit erspart.

‚There are two seasons in Illinois, it’s either winter or construction‘, diese Lebensweisheit wurden wir schon ziemlich am Anfang gelehrt. Und es stimmt tatsächlich. Fast überall sind Baustellen, die für bessere Straßen sorgen sollen. Leider sind Baustellen immer mit Wartezeiten für den Verkehr verbunden, was mich dann auch betraf… Ein Wort noch zum Verkehr an sich: Speedlimit für alle beträgt auf den Interstates in Illinois 70 mp/h (=115 km/h). Für alle meint in dem Fall auch für die Trucks. Es ist einfach unfassbar wie schnell die unterwegs sind, so sind auch Überholmanöver zwischen zweien Trucks oder zwischen Trucks und Autos keine Seltenheit. Achja und überholt wird hier, wo gerade Platz ist- auf der linken, rechten oder mittleren Fahrspur; it doesn’t matter…

Als ich nach ein paar Stunden endlich die Grenze zu Iowa passiert hatte, musste ich grinsen. Links und rechts vom Straßenrand war was? Right, Corn fields. Da hatten meine Freunde nicht zu viel versprochen. Der Vorteil an dem vielen Corn: billigere Spritpreise. Regular gas beinhaltet nur ca 87 octan- der rest wird mit ethanol und anderen Zusatzstoffen aufgefüllt. Ich denke deswegen, und wegen anderen Steuersätzen gibt es hier billigeren Sprit. Preistechnisch haben wir uns bei ca 60 UScent/gallone Unterschied bewegt…

Zurück zu meinem Trip: Ca 1 Stunde vor Ankunft hat es wie aus Eimern geregnet (It’s raining cats and dogs) und ich war froh als ich gegen 9 in Sioux City ankam. Cedric lebt in einem Dorm direkt an seinem College, das bedeutet WG-Leben mit 3 anderen Studenten. Nette Typen. Cedric und ich sind aber erstma in den nächsten Pub gegangen und bei ein paar Biers gab es viel zu erzählen. Am nächsten Tag sollte es Fischen an einem nah gelegen See gehen. Also erstma Ausrüstung und Erlaubnisschein kaufen. Wo kann man in Amerika alles in einem Supermarkt erledigen? Richtig im Walmart. Von den gefangenen Fischen satt zu werden, wäre schwierig geworden.

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Dank des guten Wetters haben wir den ganzen Tag am See verbracht und abends kamen noch n paar Kollejen von Cedric auf ein paar Drinks vorbei. Der Samstag stand im Zeichen des Rugby. Cedric’s College hat ein Rugbyteam und so ziemlich jedes Wochenende sind Matches. Das Team musste nach Nebraska zum Auswärtsspiel. Doch neben dem Rugbyspielen, und eigentlich jedem anderen Sport auch, wird das Socialising hier ganz groß geschrieben. Socialising beschreibt im Sport das gemeinsame Ausklingen aller (also eigene und gegnerische) Spieler in der Regel im Vereinsheim oder sonst wo. Dies findet meist bei Essen und Drinken statt- gesponsort vom Verein. Nette Sache denke ich. Nach dem Socialising ging es noch zu einer Hausparty- inkl. aller stereotypischen Merkmale.

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Sonntags musste ich leider schon wieder abreisen. Anbei findet ihr ein paar Impressionen meines Trips home. Ein wenig wurde ich wieder an zu hause erinnert: Während meines Aufenthaltes in Iowa und Nebraska hatte ich kein netz-coverage… wie zuhause eben^^

Der Trip nach Sioux City bildete den Anfang einiger sehr stressigen aber unheimlich tollen Wochen in den Staaten. Seid gespannt auf weitere Einträge.

 

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And coming soon:

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Über meinen Bundestagsabgeordneten Patrick Schnieder

Diesen Beitrag widme ich meinem Bundestagsabgeordneten, der es mir ermöglicht hat, das einzigartige Jahr in den USA verbringen zu dürfen.

Patrick Schnieder repräsentiert den Wahlkreis 203, zu dem mein Eifelkreis zählt, seit nunmehr sechs Jahren. Seit seiner Wahl engangiert er sich sehr intensiv um die Interessen seiner Wähler. Durch seine Mitgliedschaft im Ausschuss für Verkehr und digitale Infrastruktur ist er beispielsweise maßgeblich am Ausbau der Breitbandversorgung aller ländlichen Regionen beteiligt. Dank seiner Rolle in der Landespolitik ist er, neben der Spitzenkandidatin für das Amt der  Ministerpräsidentin, hauptsächlich für die derzeitig hohen Umfragewerten der CDU Rheinland-Pfalz verantwortlich.

Ich bin Herrn Schnieder überaus dankbar, dass er mir das Stipendium ermöglicht hat. Ich wünsche ihm eine weiterhin erfolgreiche berufliche Zukunft und vor allem Gesundheit und persönliches Glück.

 

Auto und College; Wochen vom 24.08 bis 13.09.

Hey there! Der heutige Eintrag wird sicher was länger, da es doch viel zu erzählen gibt. Morgen startet meine sechste (!) Woche in den Staaten und es ist einfach wahnsinnig wie schnell die Zeit hier vergeht- viel zu schnell. In den letzten Wochen ist einiges passiert, fangen wir chronologisch an.

Habe ich mich beim letzten Blogeintrag noch über ein fehlendes Auto beschwert, kann ich euch heute meinen geliebten 1994 Ford Crown Victoria vorstellen. Für die männlichen Leser unter euch noch folgende Information: V8, 4,6 Liter Hubraum. Für die weiblichen Leser: es ist weiß

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Der Kauf ist mehr oder weniger spontan gewesen. Morgens in Craigslist gelesen, abends, am 26.08.2015 um 19:07 Uhr, habe ich die Schlüssel in Empfang genommen. Neue Reifen sind drauf gewesen, 80.000 Meilen. Meiner Meinung nach hält der Motor ein Leben lang- eben wie ein kleiner Bulldogmotor. Hab des Auto zum checken in die Werkstatt gefahren und diverse Teile – hauptsächlich Verschleißteile- wurden erneuert. Nach dem Autokauf ist aber auch vor dem Versicherungskauf. Die sind echt ein wenig teurer hier als in Deutschland, was aber auch mit der sog. Insurance-history zu tun hat. Da ich eine solche in den Staaten nicht nachweisen kann, bezahle ich entsprechend mehr. Ein weiterer nicht unwesentlicher Kostenfaktor ist das Anmelden, Steuern und die Kennzeichen des Autos. Letztendlich habe ich das aber auch alles hinter mir, das Auto ist im guten Zustand und jetzt kann es richtig losgehen. Das rollende Sofa ist echt gut geeignet für längere Routen. Und wegen des hier billigeren Spritpreises (z. Zt. eine Gallone[= ca. 3,8 Liter] käuflich erwerbbar für weniger als $3; Stand: 09-14-2015) relativiert sich mein Spritverbrauch wieder. Ich bin mir nicht sicher, aber ich gehe von nem Verbrauch von 11-13 Litern/ 100 km aus.

 

Seit dem 24.08. besuche ich das Harper College in Palatine, Illinois. Jährlich studieren dort ca 40.000 junge Menschen nach der High School und verbringen in der Regel 2 Jahre dort, ehe sie entweder auf eine Universität oder auf ein College wechseln, wo sie den Bachelor’s degree erwerben können. Anders als in Deutschland müssen die meisten Studenten in Amerika für Ihre Schulbildung bezahlen; abhängig von den Fächern, die man studieren möchte, kostet ein Kurs zwischen 1 und 4 (oder sogar noch mehr) credit points. Am Harper College kostet ein Credit Point um die $450 und ein Student studiert Vollzeit ab 12 Credit Points. Meine Fächer für das Fall-Semester sind Accounting, Financial Institution Operations, American Politcs & Government und Career development, welche vollständig vom Stipendium finanziert werden. Mein Stundenplan bis zum 18.12.2015: Dienstags von 08.00 Uhr bis 11.40 Uhr, Mittwochs (aber erst ab dem 23.09.) von 18.00 Uhr bis 21.30 Uhr und Donnerstags von 08.00 Uhr bis 11.40 Uhr. Anders als  für die Classes muss ich für meine Schulbücher selbst die Kosten tragen. Damit ihr eine Vorstellung habt von den Preisen, hier zwei links zu meinem Accounting und zu meinem Financial Institution Operations Textbooks. Da der Campus nur 6 Meilen entfernt ist, nehme ich regelmäßig mein Fahrrad zum College, ein im Generellen sehr beliebtes Fortbewegungsmittel bei uns hier und bei den Leuten allgemein in den burbs- da soll noch einer sagen, dass die Amerikaner überall mit ihrem Auto hinfahren.

Das Leben am College ist nur bedingt mit dem deutschen Studentenleben vergleichbar. Viele Studenten besitzen einen (Aushilfs-) job, um sich die Kosten leisten zu können. Daher sind viele darauf aus, den Unterricht und das College so schnell wie möglich zu verlassen, um z.B. zur Arbeit zu fahren. Der nach wie vor beste Weg, um nachhaltige Kontakte zu knüpfen, ist das Beitreten einiger Studentenclubs. Ich denke ich werde dem German Club und dem Business and Entrepreneurship Club beitreten. Darüber werde ich in den nächsten Wochen mehr berichten.

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Neben College und Auto gibt es natürlich noch mehr zu erzählen.

Woche vom 24. bis 30.08.2015

Montags abends gings es zu einem Glockenspiel in den Botanischen Garten, Chicago. Die Kirchengemeinde hat mich eingeladen, sie zu begleiten- inkl. Picninc und Besichtigung des Gartens. Trotz des eher weniger guten Wetters waren viele Leute da. Das Glockenspiel an sich wird aber denke ich nicht mein neues Lieblingsinstrument. Neben des Konzerts hatten wir noch die historische Möglichkeit die Corpse Flower in Blüte zu sehen, welches nur alle paar Jahre mal geschieht. Neben der Besichtigung war es eine gute Möglichkeit, die Leute besser kennen zu lernen- und allen zu sagen, dass ich auf Jobsuche ab Januar bin.

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Dienstags war der erste Schultag, es gab direkt mal n herd Assignments auf. Abends dann zur Geburtsfeierlichkeit von Alans Bruder und seiner Nichte in einem Japanischen Restaurant. Habe gelernt mit Chopsticks zu essen. Das Restaurant an sich war mega lecker mit gleichzeitigem Entertainment vom Koch, der vor unserer Nase die Gerichte prepared hat.

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Am Mittwoch stand der Autokauf auf  der Agenda. Morgens hat Maurice mich abgeholt und wir sind zusammen ein paar Karren besichtigen gefahren. Wie die Geschichte ausgegangen ist, wisst ihr ja schon. Abends noch zu Kirk nach Hause, dessen Familie zu Besuch war. Typisch Amerikanisch gab es Pizza, Cupcakes und anderen Süßkram. Neben der Schule und den daraus resultierenden Hausafgaben habe ich am Donnerstag erstmal n halben gemacht. Freitags morgens dann zum DMV, um meinen Führerschein zu beantragen. Ich mag die amerikanischen Behörden, das erste was man tut ist erstmal über Football oder Baseball zu reden. Das Department ist so gar nicht mit einer deutschen Verwaltung vergleichbar. Die „Büros“ sind nur Schalter und man wird per Nummer aufgerufen. Ich durfte die komplette Führerscheinprüfung machen, was einen Sehtest, einen written und einen driven Test beinhaltet hat. Der Sehtest war nicht sehr anspruchsvoll und die Krux am written Test war mehr das verwendete Vokabular. Der Test bestand aus 15 multiple choice Fragen und aus Verkehrsschildern erkennen, was schwieriger ist, als es klingt. Hab aber alles hingekriegt und durfte dann noch zur Testfahrt antreten. Caryl hat mir glücklicherweise ihr Auto (ein Toyota Prius Hybrid) zur Verfügung gestellt. Der Test bestand eigentlich mehr aus Small Talk als aus richtigem Fahren. Natürlich musste ich durch die Stadt fahren, währenddessen habe ich mich aber mit dem mega gechillten Prüfer über Deutschland und seine Autobahnen, über Soccer und natürlich über meinen Ford Vic unterhalten. Nach 15 Minuten war die Fahrt schon vorbei- Bestanden! Der Führerschein wird vor Ort ausgestellt und dient gleichzeitig als ID. Das Beste, er ist 5 Jahre gültig. Die Tests und Führerschein haben mich $30 gekostet. Also alles halb so schlimm.

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Samstags ging es mit Maurice und seiner Family zum Roadtrip nach South Haven, Michigan, wo wir im Haus einer Kollegin von Elizabeth wohnen konnte. Das Haus lag direkt am Lake Michigan also direkt mal das Wasser getestet. Sonntags ab zum Strand nach South Haven, mega guter Sandstrand, warmes Wasser- perfekt! Michigan ist very known für seine Blueberries, es gibt hier alles aus diesen kleinen blauen Beeren. Zum frühstück gab es Blueberrie Pancakes mit Blueberrie Jam. Mittags dann Blueberry Bier ehe wir zur Bluberry Pie übergegangen sind. Achja als Snack gab es Chips mit Blueberry Salsa.
Für mich war es ein relaxtes Wochenende- sehr nice!

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Woche vom 31.08. bis zum 06.09..

Montags stand Rasenmähen auf dem Programm- endlich nochmal was anpacken. Welchen Rasenmäher ich hatte? Einen mit Elektromotor natürlich! Guter Beitrag zur Umwelt, gefällt mir. Beim Mähen kam der Biologe in mir zum Vorschein. Ich habe die Schalen von diesen Cicada insects gefunden. Das sind diese Insekten, die so Geräusche wie unsere Heuschrecken machen. Nur der Unterschied, ich höre die Cicada von morgens bis Abends, und das mega laut. Ich steh dadrauf! Der rasen jedenfalls sieht wieder in Ordnung aus. Mittwochs war International Students Day at Harper College. Neben Kuchen konnte man auch neue Leute kennen lernen. Harper College hat ca. 150 International Students, die meisten kommen aber doch aus dem asiatischen Raum als aus Europa. Donnerstags konnte ich endlich zum Friseur gehen. $18 für einen Haarschnitt, dementsprechend sieht er auch aus. Typisch für Friseursalons: überall Fernseher, Klimaanlage, bequeme Stühle. Wenn man dann an der Reihe ist sitzt man nicht mit dem Gesicht zum Spiegel, so wie man es eig gewöhnt ist, sondern man wird zu den Fernsehern gedreht. Freitags abends wollten wir nach Door County, Wisconsin fahren. Es war Labor Day Weekend, that means, dass fast jeder Montags frei hat und eigentlich jeder Amerikaner( zumindest diejenigen, mit denen ich geredet habe) das lange Wochenende nutzt, um irgendwo hinzufahren. Carlys Eltern besitzten dort ein Vacation house direkt am Strand. Nach einem kurzen Stopp in Milwaukee zum Speisen und in Green Bay, wo wir Michael abgeholt haben, sind wir spät abends angekommen. Das Wochenende haben wir dann mit Caryls Eltern, einer Ihrer Schwestern und deren Mann und uns fünfen verbracht. Müde von der Fahrt sind alle erstma schlafen gegangen. Am nächsten Morgen habe ich das erste mal seit Wochen nochmal ein wenig Sport betrieben. Nach einem kleinen Strandlauf noch ein bischen schwimmen. Zum Frühstück sind wir dann nach Sister Bay zu Al Johnson’s famous swedish Restaurant gefahren. Ein Gebäude, das den schwedischen Hütten gleichen sollte, mit goats on the roof! Gutes Essen, mehr oder weniger authentisch. Am gleichen Ort haben wir dann noch das Marina Fest besucht, quasi ein Tag der offenen Tür des Hafens, inklusive Watershow. Am Nachmittag haben wir noch das historische Lighthouse auf Cana Island besichtigt. Früher wurde der Lake Michigan sehr häufig beschifft, weil man sehr leicht und verhältnismäßig schnell über das Wasser von A nach B gelangen konnte. Die alten Leuchttürme sind noch Zeuge dieser vergessenen Tage.

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Sonntags morgens sind Michael und David und ich zum Cliff jumping zum Cave Point park gefahren. Witzige Sache; auf grund der Wellen waren wir die einzigen, die dann gesprungen sind… Mittags haben wir ein wenig Door County erkundigt. Hier gibt es viele Wineries und was Blueberries für Michigan sind, sind Cherries für Wisconsin. Ich brauche nicht zu erwähnen, dass es hier alles zu kaufen gibt, was man aus Kirchen herstellen kann. Door County ist auch sehr bekannt für die sog. Fish Boil. Eine Art Eintopf, der aber große Tradition besitzt und sehr gefeiert wird. Und zudem ist es sehr lecker. Dieses Gericht hatten wir nämlich Sonntags abends. Montags gings es nach einem kurzen Stop in Fish Creek wieder nach hause. Des war wieder einmal ein mega cooles Wochenende- ich hoffe das ich jedes Wochenende etwas erleben kann.

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Woche vom 07.09. bis 13.09.

Die letzte Woche war eigentlich sehr entspannt. So langsam bekommt man seinen Rhythmus in den Alltag. Zur Zeit wird mir aber immer mehr bewusst, was der Term „Vollzeitstudent“ meint. Meine Professoren meinen es echt gut mit den Assignments. Ihre Arbeits- und Unterrichtsweisen variieren zwar total, aber ich glaube sie battlen sich, wer die meisten Hausaufgaben aufgibt… In Accounting zum Beispiel beruht alles auf eigener Lerninitiative. Für jede Stunde müssen wir neuen Stoff vorbereiten, der dann im Unterricht besprochen wird. Der Stoff an sich ist bis jetzt noch nicht so anspruchsvoll, für mich sind mehr die Terminologien das Problem. Es geht von Depreciation über adjusted entries bis hin zu Trial Balance… Mein Politics Prof erwartet für jede einzelne Unterrichtseinheit einen analysierten Newspaper article zusätzlich zum regulären Unterrichtsstoff. Ich bin mal gespannt wie die nächsten Wochen am College werden.

Am Mittwoch war eine Expo der College Clubs, im Rahmen des BAE-Clubs mussten wir Leute motivieren unseren Club zu joinen. Ganz nebenher gab es dann auch Free-Lunch, ice cream usw.

Beim Einkaufen habe ich Butterfingers entdeckt- lecker Zeug! Freitag waren Alan, Caryl und ich thailändisch essen, ich beherrsche die Chopstick-Technik! Danach ging es mit Maurice und Luis ein bischen auf Tour. Luis haben wir im BAE-Club kennengelernt, witziger Vogel. Samstags ging es endlich nochmal nach Chicago. Zusammen mit Yannik, der in nem übelsten Appartment direkt an der Lakeshore wohnt (mega übelst cool) wollten wir erst aufs Oktoberfest und danach mal gucken was geht. Auf dem Oktoberfest versuchten die Amerikaner ein bischen deutsche Kultur nach Chicago zu bringen. Das heißt Bier (imported beer by Hofbräu aus Munich), Sauerbraten und Pretzl. War ganz witzig und die Besucher standen aus dem Mix aus deutscher Volksmusik und Klassikern (z.B. Ring of Fire oder sehr beliebt war Sweet Carolin, was ca jede 20 min gespielt wurde…). Nach dem Fest mit dem Taxi zum Wrigley Field, wo ein paar Clubs sind.

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Fazit: Ich mag Chicago

 

Stay tuned!

3rd week: Outlet Mall in Aurora, Autosuche, Besuch in Chicago, Blockparty, Six Flags

Good Morning everyone,

 

dieser Beitrag soll die vergangene Woche ein wenig zusammenfassen; es ist die letzte freie Woche vor dem Collegebeginn.

Mein Start in den Morgen beginnt eig immer zuerst, einen Blick in den Chicago Tribune zu werfen. Nach dieser Lektüre, checke ich die Gebrauchtwagenangebote auf einer populären Kleinanzeigen-Webpage. Ich hätte nicht gedacht, dass das Finden eines passenden Autos so schwierig sein würde. Entweder sind in Frage kommende Autos schon verkauft, haben erhebliche Mängel oder liegen außerhalb meiner angestrebten Preisklasse. Da ich aber nicht zwingend auf ein motorisiertes Vehikel angewiesen bin, mache ich mir zur Zeit keine unnötigen Sorgen; das passende Angebot wird schon kommen.

Am Dienstag sind Mo und ich, zusammen mit dessen Hostschwester und deren Freund, zum Outlet-Center in der Nähe von Aurora gefahren. Nach einer ca. einstündigen Fahrt sind wir angekommen, und was macht man (oder eher der Amerikaner), wenn man in einem der größten Outlet-Malls des Landes ist- natürlich erstmal zu Starbucks. Wer dann gedacht hat, dass wir dann zum shoppen übergehen würde, hat sich getäuscht. Nach meinem vanilla cream frappuccino besuchten wir das Noodles & Company, eine örtliche Fast-Food-Kette, die sich Nudeln auf die Speisekarte geschrieben hat.

Als dann jeder satt war, konnte es los gehen. Die Mall hat ziemlich viele Stores zu bieten, es ist also schwer, die Mall zu verlassen, ohne was gefunden zu haben. Unter anderem habe ich diese äußerst schicken Schuhe gefunden:

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Den Abschluss des Tages bildete der Besuch im Buf

falo Wild Wings, ein Fast Food Restaurant mit integrierter Sportsbar(und ca. 10 Flatscreens): ein Träumchen für jeden Sportsfan.

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Am Donnerstag stand ein Besuch in Chicago an. Wir sind wieder mit der Metra gefahren, die fast stündlich zwischen Chicago und Arlington Heights pendelt. Erst einmal hat Mo’s Gastschwester uns ihr Arbeitsgebäude, ihr Büro ist im Merchandise Mart. Danach ging es für uns in den Millenium Park, wo wir ein paar Bilder geschossen haben, von dort aus zum Navy Pier und letztendlich in den Zoo, der keinen Eintritt erhebt.

Somit ging dieser lange Tag auch zu Ende, und nach ca. 30.000 Schritten war ich froh, als ich endlich zuhause ankam.

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Am Samstag habe ich mit Alan eine Radtour zum Harper College gemacht, welches 5,5 Meilen von zuhause entfernt ist. Das Rad wird in den kommenden Wochen mein präferiertes Fortbewegungsmittel werden. Am Nachmittag kam Michael, Alan und Caryls jüngster Sohn, vom Flughafen zuhause an. Ab Oktober wird er wieder in Arlington in unserem Haus wohnen- darauf freue ich mich wirklich! Zusammen mit Ihm und einem seiner Freunde haben wir einen kurzen Abstecher nach Schaumburg gemacht. Dort habe ich endlich meinen ersten leckeren Hotdog im Portillo’s, wieder eine Fast-Food Kette, gehabt. Nach der Tour nach Schaumburg, habe ich beim Wochenputz geholfen. Da wir abends zur Blockparty eingeladen waren, wollten wir auch noch ein Dessert vorbereiten. Wir entschieden uns für einen Texas Cake, dessen Rezept ich aber schon unter einem anderen Namen kannte( schöne Grüße an Nadine und Ihren Isländischen Zucker-Butterschock Kuchen!). Als dieser fertiggestellt worden war, traten wir aus der Haustüre und waren auf der Blockparty. Eine Blockparty besteht aus den Nachbarn der Straße, und jeder bringt was eigenes zur Feier mit(Appetizer, Salat, Dessert, Getränke, etc.). Eine wirklich tolle Erfahrung und spiegelt den tollen und einzigartigen Zusammenhalt der amerikanischen Nachbarschaften wider.

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Am Sonntag war ein Besuch im größten Freizeitpark Illinois angesagt- dem Six Flags. Für 80 $ kann man sich ein jahresticket kaufen, was für uns Sinn macht, da wir nur eine halbe Stunde vom Park entfernt sind. An dieser Stelle auch noch einmal ein herzliches Dankeschön an Elizabeth und Kirk, dass sie mich wie selbstverständlich einfach überall mit hinnehmen!

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Am Abend war noch Zeit für einen Abstecher nach Wisconin, in ein Käse-Schloss; ein Store für landwirtschaftliche Produkte aus ganz Wisconsin. Die Einwohner dieses Staates sind im Übrigen mega stolz auf ihren Käse und Bier und Wurstwaren.

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Fazit von der Woche: jede Menge Spaß, aber noch keine Karre.

Im nächsten Blog-entry geht es endlich um das College!… und um ein Auto hoffentlich.

Final Destination: Arlington Heights, Illinois

Heute melde ich mich zurück, um über meine Endplatzierung zu berichten. Dazu kurz ein geografischer Überblick: Arlington Heights ist ein nordwestlicher Vorort von Chicago. Chicago ist am Michigan See (Süßwasser also) gelegen und hat ein paar Sandstrände zu bieten. Wie man auf der Karte sehen kann, hab ich es ca 30 Meilen bis zum Oak Street Beach. Zum O’hare Airport (im übrigen größer als der JFK in NYC) ist es nur ein Katzensprung- perfekt zum Reisen.

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Arlington Heigths ist eine beschauliche Stadt mit ca. 75.000 Einwohnern und einer belebten Downtown mit äußerst vielen Restaurants, Kinos und natürlich Shopping Malls. Den Bahnhof kann ich gut zu Fuß erreichen, genauso wie einige Geschäfte rund um Downtown. Alles weiter weg gelegene erreicht man besser mit dem Auto (wenn man denn eins haben würde…). Ein Wochenendticket nach Chicago kostet $8.

Ankunft in Chicago am 08-11-15:

Wie im vorherigen Beitrag erwähnt haben wir am Morgen des 11. Augusts Sterling und Umgebung verlassen und uns nach Chicago Union Station mit dem Van aufgemacht. In Aurora haben wir Zwischenstop gemacht und die ersten von uns verabschiedet. Um ca 11.30 Uhr haben wir die Pick up & Drop off Area der Union Station erreicht. Diejenigen, die mit dem Amtrack weiterreisen mussten (Jessie und Chris), haben Ihr Gepäck wieder aufgegeben. Die anderen mussten entweder mit Bus oder Taxi weiterreisen. Mo, der in Palatine, ca 10 min von mir, platziert ist, und Ich sollten von seiner Gastmom abgeholt werden. Mit ein paar Minuten Verspätung lief uns Caitlyn (Mo’s Hostschwester) über die Füße, die uns dann in das auf der Straße haltende Auto führen sollte (ich denke in Chicago sind freie Parkplätze seltener als in Bitburg auf dem Bedaplatz). Vorher hieß es aber dann noch von allen Abschied nehmen und den Plänen, möglichst viele besuchen zu kommen(und andersrum natürlich).

Im Auto trafen wir dann neben  Mo’s Gastschwester Caitlyn auch Gastbruder Wil und natürlich Gastmom Elizabeth! In den nächsten Wochen werde ich noch viel mit Ihnen unternehmen. Eine äußerst liebenswerte Familie, da hat Mo echt den mega Glück gehabt! Nach der ersten kleinen Stadtrundfahrt sind wir erstmal direkt Pizza essen gefahren. Chicago ist weltbekannt für seine Deep Dish Pizza- mega übelst lecker. Anschließend sind wir noch am Campus des Harper Colleges (www.harpercollege.edu) vorbeigefahren. Über das College werde ich mehr berichten, sobald der Unterricht (für mich am 25.08.2015) gestartet ist. Vom Campus bis zu mir nach Hause dauert es mit dem Auto ca 15 min. Zuhause angekommen wartete schon meine zukünftige Gastmom Caryl auf mich. Es war ein herzlicher Empfang und ich habe mich direkt gut aufgenommen gefühlt. So verabschiedete ich mich von Mo und seiner Family und ich bekam von Caryl eine Führung durchs Haus. Es ist ein sehr großes Haus und mit sehr viel Stil eingerichtet. Würden nicht in jedem Zimmer Ventilatoren der Klimaanlage hängen, gäbe es kein Unterschied zu einer gehobenen europäischen Hausausstattung. Erst vor kurzem wurde alles renoviert, erklärte mir Caryl. Mein Zimmer ist top! Groß, geräumig und mega klimatisiert. Genug Platz für meine Sachen und ein mega bequemes Bett. Ein eigenes Badezimmer besitze ich auch.

Nachdem ich meine Koffer in das im Obergeschoss gelegene Zimmer gebracht habe, war erst mal Kennenlernen angesagt. Wir haben viel geredet über Pläne, Schule, Familie, Arbeit, etc. Es ist echt gut zu wissen, dass man angekommen ist. So schön es auch war, neue Leute kennen zu lernen, man freut sich einfach auf einen festen Schlafplatz, etc. Und Caryl gab mir von Anfang das Gefühl, angekommen zu sein- danke dafür!

 

Die nächsten Tage bestanden aus vielen bürokratischen Arbeiten, wie Beantragung der SSN (viel leichter, als die meisten sagen), Eröffnung eines Bankkontos(Kinderspiel) usw. Weiterhin musste ich mich für meine Schulfächer registrieren und die Orientation am College mitmachen.

Neben viel bürokratischer Arbeit, kam der Spaß aber auch nicht zu kurz! Zusammen mit MO und seiner Family haben wir schon viel unternommen. Highlight war natürlich der Besuch des Indiana Dunes Beach; wir waren quasi am anderen Ende des Lake Michigan und konnten von dort die beeindruckende Skyline Chicago’s sehen- und bei gutem Wetter natürlich Strand und Wasser genießen. Abends sind wir dann zu einem Steakhaus essen gegangen, dieses hatte ein spezielles Angebot und Mo und ich haben einfach mal direkt zugeschlagen.

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Mit Caryl war ich an einem Abend zu Ihren Eltern zum Dinner eingeladen. Äußerst lecker, angenehme Gespräche über Kunst & Kultur Chicagos und nette Location. Also wenn ihr mehr über Museen und Theater in Chicago wissen wollt, fragt einfach nach.

Die ersten 4 Tage sind wie im Flug vergangen, daher wurde es am Samstag Zeit, zum ersten Mal Chicago auf eigene Faust zu erkunden. Ich nahm den 11.30 Uhr und durch Zufall hatte ich einen Express Zug erwischt, also ohne Zwichenstop nach Chicago. In Chicago selber wollte ich mich mit Eugene und Magdalena und Natalie treffen, die Ihren letzten Tag, im Rahmen ihrer Homestaytour, in Chicago hatten. Ich traf sie am Oak Street Beach, da sie von dort aus die jährliche Air&Water Show sehen wollten. Es war schön, die drei nochmal wieder zu sehen! In unserer Gruppe war dann noch Daniel , der in Wisconsin platziert ist, und natürlich Steve, Natalies und Magdalenas Host. Er wird uns hoffentlich in Zukunft öfter mal Chicago zeigen. Nach der Flugshow gings zu ner Bootstour und danach zum Essen fassen in einem Restaurant, welches deutsche Küche angeboten haben soll. Nach ein paar Bier in einer Bar in der Nähe des Willis Towers war es auch wieder Zeit Adé zu sagen, aber ich denke, dass ich zumindest Eugene bald wieder sehen werde.

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Am gestrigen Sonntag stand der wöchentliche Kirchenbesuch an. Caryl und Alan,der heute Abend aus dem Urlaub zurück kommt, sind Mitglieder der Episcopalian Church. Eine interessante Erfahrung, und gute Möglichkeit, andere Leute kennen zu lernen. Nach der Kirche gingen wir beide noch frühstücken und waren noch einkaufen. Jeder Store hat auch Sonntags geöffnet, egal ob Lebensmittelmarkt oder Bürozubehör-Shop. Den Abend haben wir mit Barbecue ausklingen lassen. Dabei habe ich den ältesten Sohn David kennen lernen dürfen. Er wohnt nicht mehr zu hause und arbeitet quasi rund um die Uhr. Nach der ersten Woche Arlington kann ich folgendes festhalten: Die Umgebung ist top, das Wetter sehr ähnlich zu Deutschland (seitdem ich in den Staaten bin hat es bis jetzt nur einmal geregnet), Infrastruktur super. Aber der wichtigste Punkt ist, dass ich mit meiner Hostfamily auch sehr viel Glück gehabt habe! So kann es echt weiter gehen!

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Ziel dieser Woche wird es sein, sich um ein Auto zu kümmern und den Führerschein umschreiben zu lassen.

Second Stop: Von Union Station, Chicago nach Sterling, Illiniois

Sterling, 08.08.2015 bis 11.04.2015

Nach einer kurzen Nacht im YMCA hieß es um 06.00 aufstehen, duschen und Koffer packen zum Start der Homestay-Tour. Ein letztes Mal gingen wir zum altbekannten Café und nahmen das altbekannte Frühstück ein. Unsere Gruppe, bestehend aus 35 Studenten, hatte das Ziel: Union Station, Chicago, Illinois (böse Zungen nennen diesen Staat gerne auch das Griechenland Amerikas). Konkret hieß das eine mindestens 18 stündige Zugfahrt mit der größten Bahngesellschaft Amerikas, Amtrak.Gegen halb 9 sollten wir ausgecheckt und mit gepackten Koffern vor dem Hostel stehen, sodass unsere Busse von dort aus zur Penn(-sylvania) Station fahren konnten. Unser Zug hatte eine planmäßige Abfahrtszeit von 15.30 Uhr und eine geschätzte Fahrzeit von 18 Stunden. Das erste was im Zug auffiel, waren die mega bequemen Sitze und natürlich die Klimaanlage. Es ist erstaunlich, wie schnell man sich an diese Maschinen gewöhnt. Waren sie zuerst lästig und unangenehm, möchte man sie nach einer Woche nicht mehr missen! Wann immer es geht, schalte ich die Klimaanlage an, ob im Auto oder im Zimmer- die Klimaanlage ist nicht mehr wegzudenken. Zu der Zugfahrt ist nicht viel zu sagen; bei angenehmen Temperaturen konnte man viele angenehme Gespräche führen. Die Landschaft, an der man vorbeifur, ähnelte der deutschen sehr stark und es war demnach ein sehr familiäres Bild. Als es Abend wurde versuchte jeder zu schlafen, was den einen besser gelang und den anderen nicht so gut. Nach der Nacht dann die bittere Nachricht: der Amtrak wird Verspätung haben, statt der avisierten 18 Stunden könnten wir mit 21 Stunden Fahrzeit rechnen. Für amerikanische Verhältnisse sei das nicht ungewöhnlich, habe ich später von einem Amerikaner erfahren (merke: beschwere dich nie wieder über ein paar Minuten Verspätung bei der guten alten DB). Wegen unserer Verspätung sind wir um kurz nach halb 1 Mittags an der Union Station angekommen. Für uns hieß es dann nicht lange Verschnaufen, sondern erst Koffer schnappen und dann einigen Fellows „Auf Wiedersehen“ (und das meinten wir litterally) sagen. Unser Zug, dieses Mal ein Metra-Zug, sollte uns ziemlich direkt nach Aurora, Illinois, bringen. Also machten sich 10 Leute mit Sack und Pack auf, um diesen Zug noch rechtzeitig zu erreichen. Nach einer weiteren 1,5 stündigen Fahrt sind wir am Aurora Transportation Center angekommen. Ron, der coolste Chauffeur, den ich bis jetzt in Amerika kennengelernt habe, sollte dort auf uns warten. Dem war leider nicht so, da er auf uns, statt wie abgesprochen am Metra Bahnhof , am MetrO Bahnhof wartete… Das bedeutete für uns, wieder eine Stunde warten.

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Als Ron dann endlich kam, haben wir alles verladen und er hat uns nach Dixon gefahren, wo unsere temporären Hosts uns schon sehnsüchtig erwarteten. Ich hatte das Vergnügen, knappe 4 Tage mit Connie und Dale Bland in Sterling zu verbringen. Jessie und Shalin waren jeweils zu zweit untergebracht genauso wie Mo und Sarah und Deniz und Chris; Tilman, Louis und Annika waren wie ich alleine untergebracht.

Wer von euch Lesern jetzt gedacht hätte, dass ich mir eine Pause verdient hätte und Connie und Dale mit mir heim fahren würden, hat sich getäuscht. Wir fuhren straight ahead zur Abiding Word Church zum Gottesdienst. Dort habe ich äußerst nette Menschen kennengelernt. Nach dem Gottesdienst gab es erstmal Cookies und Lemonade- genau nach meinem Geschmack! Danach fuhren wir zu Gazi’s Diner, in dem Sandwiches und andere typische amerikanischen Sachen angeboten wurden. Nach dem leckeren Essen, ging es endlich nach Hause- ein bischen müde war ich schon nach diesem über 30 Stunden Tag. Der nächste Tag startete erstmal mit Blueberry-Pancakes und einem warmen Auflauf bestehend aus Eiern, Käse und Sausages, dessen Namen ich schon wieder vergessen habe (–> ich muss Connie unbedingt nochmal nach dem Namen und Rezept fragen!). War mega lecker! Zu Gast waren diesmal, und das ist mega selbstverständlich: Oma Toni und Connies Bruder Ernie mit seiner Frau! Diese Art von Frühstück, sowohl die Anzahl der Anwesenden und das Essen, ist genau nach meinem Geschmack! Und der Tag sollte noch besser werden. Wir beschlossen zu Dale’s Stepmother Joyce zu fahren, die außerhalb von Sterling wohnt. Dort wohnt Sie in einem riesigen Haus mit Ihrer Tochter und deren Familie zusammen- einfach traumhaft. Dort spielte ich zum ersten Mal Football und habe die Regeln grob verstanden. Der restliche Tag bestand aus netten Gesprächen mit interessanten Leuten und von Stunde zu Stunde wurden es mehr, weil die Familie einfach riesig ist. Der wunderschöne Tag klang mit einer Spaghetti-Pizza aus- und einem Nutella Pancake. Ich denke ich habe diese Familie nicht zum letzten Mal besucht.

 

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Der nächste Tag, Montag der 10.08.2015, sollte aus Sight-Seeing bestehen. Vorerst aber haben Connie und ich aber einen Apfelstrudel gemacht. Dieser sollte als Dessert für unser Abschluss-Picknick dienen, denn dieser Montag markierte das Ende im schönen Sterling. Nach der Back-Session machten wir uns auf zu verschiedenen Sehenswürdigkeiten, etwa einer Lincoln-Statue in Sterling oder dem Besuch der Kindheitsstadt von Ronald Reagan, Dixon. Abends haben sich alle Studenten und deren Hosts zum Picknick im Park getroffen. Jeder hat etwas beigesteuert, sodass es locker für alle gereicht hat. Als sich alles verabschiedet haben, fuhren Connie, Dale, Toni und ich noch zu Dairy Queen ein Dessert naschen. Ich hatte einen „Peanut Butter Cookies Dough Smash“- Blizzard- man kann es auch ein Vanilleeis mit einer Menge süßen Erdnussstücken nennen. Der Geschmack war einmalig und danach war ich satt. Als wir zuhause ankamen hieß es für Dale und mich Leb‘ wohl Sagen, da er in der Nacht um 04.00 Uhr zur Arbeit musste. Mein Wecker klingelte um 07.00 Uhr; ich musste meine Koffer wieder packen und mich auf die Weiterreise vorbereiten. Als Frühstück hat mir Grandma Tony selbstgmachte Oreo Rolls und Wackelpudding mit Orangen (oder war es Gelatine?) gebracht. Ich habe es auf jeden Fall genossen- und nicht nur die Süßigkeiten. Ich habe die 4 Tage in der Bland Familie äußerst genossen! Vielen Dank all denjenigen, die zum Gelingen des Aufenthaltes beigetragen haben. Vielen Dank der Rock River Valley International Fellowship!

 

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Mein Trip ging im Übrigen weiter: Ron, der coolste Chauffeur Amerikas (so far), hat uns mit seinem Van zur Union Station gefahren, dazu aber mehr in meinem nächsten Blog!

First Stop: New York City

New York City, 04.08.2015 bis 07.08.2015

Servus zusammen!

Endlich habe ich die Möglichkeit, in Ruhe meinen Blog zu starten. Jetzt bin ich mit dem heutigen Tage schon 11 Tage im Land der unbegrenzten Möglichkeiten, habe jeden Moment sehr genossen- und das beste: es bleiben noch um die 350 Tage bis zur Ausreise.

Aber zurück auf Los… Am Morgen des 04. Augusts, mein Wecker sollte mich um 02.00 nachts wecken (tatsächlich war ich schon um 1 Uhr wach), machten meine Mama und Carl und Ich uns auf, um die Trail Station in Montabaur zu erreichen. Um kurz nach 6 sollte Abfahrt sein, also fuhren wir gem. deutscher Pünktlichkeit um 3 Uhr los, um alle Eventualitäten einer Verspätung entgegenzusteuern. Tatsächlich erreichten wir den ICE-Bahnhof um 05.40 Uhr, genug Zeit, um alles noch mal zu checken und natürlich um Goodbye zu sagen. Dies war ein Moment, wo ich darüber nachgedacht habe, was ich hier eig mache. Ein ganzes Jahr in einem fremden Land, in einer fremden Kultur (ja, nach knapp 2 Wochen kann ich bestätigen, die Vereinigten Staaten haben eine sehr vielfältige Kultur- vor allem was das Essen betrifft) und zu fremden Leuten- dies sollte ein wohl überlegter Schritt sein.

Nach dem emotionalen Abschied stieg ich um 06.00 uhr in den Zug ein; den Flughafen Frankfurt erreichte ich mit 4 minütiger Verspätung (es wird später der Zeitpunkt kommen, an dem ich mir die Verspätungen der DB zurückwünschen werde). Am Bahnhof angekommen, der komfortablerweise direkt am Terminal 1 des Flughafens platziert ist, habe ich auf Eugene gewartet, der nur minutenspäter aus Köln ankam. Zusammen sind wir zum Check-In gelaufen, wo ich eine nette Unterhaltung mit dem „Ein-Checker“ der Lufthansa hatte- alles wird gut in den Staaten. By the way kann man ohne Probleme mehr als 23 kg Reisegepäck ohne Bezahlung jeglicher overload-fees aufgeben. Nach getaner Arbeit sind wir zum Konferenzraum gelaufen, um der offiziellen Verabschiedung von der GIZ (bitte bewerben fürs nächste Jahr auf https://gc21.giz.de/ibt/de/usr/modules/gc21/ws-FLEXpppusa/info/ibt/index.sxhtml – it’s worth applying for!) beizuwohnen. Wir waren etwas früher als geplant dort, was aber nicht schlimm war, da schon bekannte Gesichter anwesend waren (im übrigen sind wir alle ein super Truppe) und man noch Zeit zum schnacken hatte. Die Verabschiedung beinhaltete eine kurze Rede der Verantwortlichen, viele Fotos und so weiter. Danach war es auch schon Zeit zum Boarding- das übliche eben mit Sicherheitscheck usw. Was das Handgepäck angeht: einen Rucksack als Laptoptasche und das übliche Handgepäck (überladen natürlich, insgesamt hatte ich glaub ich 10 kg im Koffer) ist überhaupt kein Problem. Wir sind mit einem Airbus A380 (Abflug: 11.30 Uhr) geflogen, sehr komfortable Sitze, angemessene Beinfreiheit und gute Entertain-Möglichkeiten (vorausgesetzt die Ohrhörer funktionieren). Besonders gespannt war ich auf das Essen; ich habe schon schlechter gegessen und diese Mahlzeit wird der Anfang meiner kulinarischen Reise durch die Staaten.

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Nach knapper 8 stündiger Flugzeit sind wir auf dem JFK Airport in New York City gelandet und nur noch die Immigration-Officer trennten uns von der Stadt, die niemals schläft. Ein guter Ratschlag ist hier, bereits wenn man in der Warteschlange steht, sich den richtigen und schnellsten Officer auszusuchen.

Als dann jeder die Kontrollen passiert hat, wartete in der Lobby bereits Amanda auf uns mit einem Begrüßungsschild. Wir wurden in zwei Gruppen eingeteilt (natürlich in Männlein und Weiblein) und in 2 Busse verladen; der erste Blick aufs Smartphone verrät uns, dass wir in Amerika angekommen sind–> Wifi!

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Nach einer kurzen Fahrt sind wir in Manhattan angekommen und wurden vor unserem Hostel abgesetzt. Von CV haben wir die Zimmerkeys und den Zimmernachbarn erhalten bzw. zugeteilt bekommen. Uns blieb nicht viel Zeit zum Ankommen, wir konnten gerade unsere Koffer im Zimmerchen abstellen (hier sei angemerkt, wie in jedem Blog zu lesen ist, dass die Zimmer mega klein sind und der Komfort, sowohl was Bett als auch Bad angeht, zu wünschen übrig ließ. Dafür ist die Lage des Hostels unschlagbar und entschädigt für alles. Gemessen an der tatsächlichen Aufenthaltszeit im Hostel, war diese Unterkunft mehr als ausreichend!. Danach hieß es, sich vor dem Hostel zu treffen und gemeinsam zum Dinner, einer mexikanischen Fastfoodkette namens Chipotle, zu laufen. Jeder einzelne hat 20 bucks in die Hand gedrückt bekommen und so konnte man seine ersten Bestellung des Jahres auf Englisch aufgeben. Bei mir hat es ganz gut geklappt. Für 17 Dollars erhielt ich einen Burrito, Tacos mit Guacamole-Dip und ein Corona.

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Danach stand der Abend zur freien Verfügung; man konnte über die Grand Central Station zum Time Square geführt werden, oder einfach das tun, worauf man Lust hatte. Das Rudel zog es vor, nach der Central Station, NYC auf eigene Faust zu erkunden. Letztendlich sind wir auch am Time Square gelandet und haben erstmal fleißig Bilder gemacht. Dann hat es gerade noch für ein Feierabend Bier gereicht, ehe wir alle geplättet gegen 10 Uhr ins Bett fielen. Der nächste Morgen startete erstmal mit einem „reichhaltigen“ Frühstück in einem Café. Wir hatten ein Obergeschoß für uns alleine gemietet und es gab neben süßen Köstlichkeiten noch mehr süße Köstlichkeiten (wie Bagels, Muffins, Croissants, usw) und Kaffee, O-Saft, Wasser oder Milch.

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Nach dem Frühstück ging es zum Besuchergebäude der VN, wo unser Orientation stattfinden sollte. Nach ein paar aufschlussreichen Stunden war es Zeit für die Mittagspause. Das Rudel, Luca und Christian D. entschieden sich, zum Five Guys zu laufen. Dort war es einfach mega lecker; gute Portionen und das Beste: free refill jeglicher Softdrinks, die man sich vorstellen kann! Nach dem Lunch ging es zurück zu unserer Seminarstätte. Am Abend stand die Guidingtour per Bus an. Wir erkundeten die Stadt auf zwei Doppeldeckern, mit interessanten Infos des Guides. Wir machten Halt am Bronze-Bullen an der nahe-gelegenen Wall Street- ich denke eines der Pflichtbesuche in New York. Nach der Bustour machten wir uns zur How I Met Your Mother Bar auf. Fun Fact zu dieser Bar: Es wird auch purer Reis seviert…

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Der nächste Tag startete wieder im Café des vorigigen Tages mit demselben Frühstücksangebot und der Vormittag stand im Zeichen der Homesty-Tour. Uns wurde endlich mitgeteilt, wann wir wo und wie landen, bevor wir in unserer finalen Platzierung landen. Für mich sollte es erst mit 35 weiteren Teilnehmern per Amtrak nach Chicago gehen, ehe wir dort in 3 Gruppen geteilt wurden. Dazu lest mehr im zweiten Post. Bevor wir am nächsten Morgen aufbrechen sollten, haben wir noch einen Abstecher in einer New Yorker Bar und Disco gemacht. Gegen 2 kamen wir im Hotel an, es sollte eine kurze Nacht werden…

 

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