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Autos, Cowboys und Family-Reunion

Mein letzter Blog-Eintrag ist jetzt auch schon wieder einen Monat alt und seitdem ist einiges passiert und ich habe einges erlebt.

Seit Ende August bin ich Besitzerin eines weißen Ford Focus aus dem Jahr 2005 mit dem ich jetzt immer zum 15 Minuten entfernten College (oder zu Walmart) fahren kann. 🙂 Ich bin ziemlich froh, dass ich jetzt unabhängiger und flexibler bin, denn die ersten Wochen musste Kristy mich immer zum College fahren und auch wieder abholen.

Jetzt zu meiner Überschrift: Am letzten August-Wochenende fand die Sanpete County Fair in Manti statt. Am Freitag ging ich mit meiner Gastfamilie zum Demolition Derby, einem typisch amerikanischen Event, bei dem Schrottautos solange im Kreis herumfahren bis alle entgültig kaputt sind. Es gab auch Regeln, aber die waren sehr schwer zu durchschauen. Aber es hat auf jeden Fall ziemlich Spaß gemacht. 🙂

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Am nächsten Tag fand dann ein noch wesentlich besseres Event statt: RODEO

Ich war den ganzen Nachmittag total gespannt und aufgeregt, wie es wohl wird und dann abends habe ich Lina abgeholt und wir sind zu unserem ersten Rodeo gegangen. Es gab verschiedene Diziplinen wie z. B. Bullenreiten, vom Pferd aus Kälber mit dem Lasso einfangen, oder so schnell wie möglich um einen Fässer-Parcours reiten. Es war wirklich sehr eindrucksvoll und ich war total begeistert und wenn ich nochmal die Möglichkeit habe zu einem Rodeo zu gehen werde ich das auf jeden Fall tun. Mein College hat übrigens auch ein Rodeo-Team. 🙂

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Über das Labor-Day-Wochenende wurde ich von meiner Gastfamilie zu einer Family-Reunion nach Arizona eingeladen. Wir sind am Freitag gleich nachdem ich vom College zuhause war losgefahren, da wir eine 12-stündige Fahrt von Spring City, Utah nach St. David, Arizona vor uns hatten. Wir sind an einigen Nationalparks vorbei gefahren, Lake Powell und durch das Gebiet der Navajo Reservation. Es war so schön durch so eine einzigartig schöne Landschaft zu fahren und diese Autofahrt hat mir auf jeden Fall Lust auf mehr Roadtrips gemacht.

Wir sind erst spät in der Nacht angekommen und wurden aber auch schon früh morgens wieder wach, weil in dem Haus noch andere Verwandte übernachtet haben. Während des Frühstücks habe ich dann einen kleinen Teil der Familie kennengelernt (dazu gleich mehr). Kristy hat mich dann eingeladen in die Westernstadt Tombstone (the town too tough to die) zu fahren, um dort den echten Wilden Westen zu erleben. Einen Cowboyhut habe ich mir da dann auch gekauft. Den restlichen Samstag haben wir dann bei einer von Kristys Schwestern verbracht. Da das Wetter in Arizona sehr heiß und schwül war, wurde ich circa 20mal von Moskitos gestochen. Über Nacht sind diese dann extrem angeschwollen und ich hatte überall an den Armen und Beinen rote Flecken.

Am Sonntag haben wir dann Kristys Eltern besucht, wo ich dann auch noch zwei andere Schwestern von Kristy mit Familien kennenlernen konnte.

Am Labour Day fand dann die große Family-Reunion statt. Es kamen um die 100 Personen zur Family-Reunion und das war nur die Hälfte der Familie, denn das Treffen war nur von der Verwandtschaft von Kristys mütterlicher Seite. Ich war völlig überfordert mir die ganzen Namen zu merken oder wer mit wem in welcher Beziehung steht. Zuerst wurden Spiele gespielt und danach gab es einen Lunch. Da St. David ziemlich nah an der Grenze zu Mexiko ist, war der Großteil des Essens mexikanisch, was aber sehr lecker war.  Am Abend waren wir dann zum Essen bei einer von Kristys Schwestern eingeladen. Apropos Mexiko und Grenze: Kristys Tante, bei der wir übernachtet haben, hat uns erzählt, das sie am Tag vor unserer Anreise auf ihrem Grundstück eine Leiche fand. Laut Polizei handelte es sich um einen illegalen Einwanderer aus Mexiko, der vermutlich verdurstet ist. Ich war leicht geschockt, als ich das gehört habe.

Am Dienstag früh um 6 Uhr sind Sarah und ich dann mit einer von Kristys Schwestern, ihrem Mann und Baby zurück nach Spring City gefahren, damit Sarah nicht noch einen Tag Schule und ich nicht noch einen Tag College verpasse. Kristy und Rebecca haben sich erst am Nachmittag auf den Rückweg gemacht, weil Kristy noch einen wichtigen Termin in Arizona hatte. Die Heimfahrt war für mich wesentlich anstrengender als die Hinfahrt, weil ich erstens nur wenig Platz hatte wegen dem Kindersitz und zweitens weil das Baby einen Großteil der Fahrt geweint hat und beschäftigt werden wollte. Am späten Abend sind wir dann angekommen und am nächsten Tag ging es dann wieder ins College.

 

 

 

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