No. 15 – Und ich war in Chicago, in Chicago!

März. Das ist irgendwie ganz schön lange her. Aber genau über diesen Zeitraum schreibe ich heute ein bisschen. Es ist ja auch erst kurz vor Reiseaufbruch. Da geht das schon noch. Irgendwie…

März war zwei Sachen: Steuer- und Besuchermonat! Ok, die Steuern mussten bis spätestens den 18. April fertig sein, aber ich hab wenigstens versucht, das alles ein bisschen vorher fertig zu haben.

In Deutschland musste ich noch nie eine Steuererklärung abgeben. Also kenne ich das Prinzip nur theoretisch und von den ewigen „Wir müssen unsere Steuererklärung fertig machen“-Diskussionen. Jetzt transferiert das ganze Szenario auch noch mal in ein anderes Land, das andere Anforderungen, andere Gesetzte, eine andere Sprache hat. Witzig, oder? Nein. Ja, es gibt wunderbare Software-Angebote – die nur bedingt hilfreich sind. Besonders, wenn man Formulare zugestellt bekommt, die fehlerhaft sind, und man es selbst nicht genau weiß, sondern lediglich vermutet.
Hach, war das eine schöne Zeit. (Sarkasmus wieder aus.)

Bisher habe ich von der IRS noch nichts gehört. Da ich keine Steuern zahlen musste (ich hatte schließlich auch kein Einkommen), werde ich meiner Rechnung nach (leider) auch nichts erstattet bekommen. Irgendeinen Haken gibt es halt immer…

Aber zu den erfreulicheren Bestandteilen des Lebens: Urlaub! Chicago! Sabrina! Nicht ganz in der Reihenfolge, aber es kommt alles zusammen…

Sonntag abends habe ich Sabrina nach der Arbeit auf meinem Heimweg am Cleveland Airport abgeholt. Woo-hooo! Gehen wir erstmal irgendwo anders hin, als nach Hause. Denn da wären ca. 20 Leute gewesen. Es war natürlich genau der eine Sonntag im halben Jahr, an dem Jim und Cindy ihre bible study group da hatten. Daher gehen wir doch lieber zu Subway und bestellen ein 6 feet sub. Äh… ja. Vielleicht auch lieber nicht.

Montag morgen ging es dann nach dem ersten Treffen mit Cindy, Jim und natürlich auch Lexi zu Jim’s Schule, Westside Christian Academy. Ich bin zwar schon vorher an der Schule gewesen, jedoch immer nur zu besonderen Anlässen, nie an einem regulären Schultag. Nachdem wir also offiziell mit einem visitor-pledge ausgestattet ware, konnte Jim und eine Tour geben, bei der wir schon in einige Klassen den Kopf reinstecken konnten. Und ja, man hat den Unterschied schon da gemerkt, dass es eben nicht Deutschland ist. Aber sein wir ganz ehrlich, Schule ist Schule, egal ob in den USA oder in Deutschland.

Kindergarten und ich jedenfalls … Ja. War schön, reicht aber auch fürs erste. Besonders in den Pausenzeiten wird es dann doch etwas … lauter. Ich bin da doch glatt froh, dass mein Jon nicht ganz so viel aufgeweckte Menschen involviert.

Das war dann übrigens unser nächster Stopp: die Filiale in Fairview Park, ein paar hundert Meter die Straße runter. Courtney und Meghan haben Sabrina ein bisschen rumgeführt und auch ich habe nochmal ein klein wenig was gelernt. Es gibt Schmuck, der aus Blumen hergestellt wird. Die Blumen von der Trauerfeier werden getrocknet, auf magische Weise behandelt und zu Schmuck verarbeitet. Und ganz ehrlich, das sieht gar nicht mal so übel aus. Schweineteuer, dauert ewig, ist aber trotzdem schön. Nach Fairview park ging es dann nach Parma – eine Filiale reicht nicht! 😀

Am nächsten morgen war es dann auch schon so weit: früh aufstehen, Koffer ins Auto schmeißen (ok, es waren nur 100 Taschen, kein Koffer) und and hit the road, Jack! Nach einem Abstecher nach Michigan und Indiana sind Sabrina und ich nach knapp 5.5h Autofahrt in Chicago angekommen. Und was macht Maike natürlich, als wir realisieren, dass es fürs Airbnb noch zu früh ist? – Richtig, einfach mal nach Downtown rein fahren. Eins steht ganz genau fest: einmal und nie wieder.

Wir waren wettermäßig hin und hergerissen zwischen ein bisschen Wind – für die windy city allerdings erstaunlich wenig -, Regen, Sonne, Wärme und Kälte. Ich denke, bis auf Schnee hatten wir so ziemlich alles abgedeckt. Für unseren Ausflug auf den Willis Tower (bei Chicagoern eher bekannt als Sears Tower J) hatten Sabrina und ich dann aber doch die Wettervorhersage studiert und einen recht guten Zeitpunkt gewählt. Die Aussicht war super! Und, obwohl ich mich sehr an die Himmelsrichtungen mit Lake Erie als Ausgangspunkt im Norden geahnt habe, ist Lake Michigan da was ganz anderes! Ich war oben jedenfalls permanent verwirrt. 😀

 

Und als kleinen treat nach einem Tag voll gepackt mit Sightseeing auf eigene Faust haben wir uns eine leckere Deep Dish Pizza auf Omas Kosten gegönnt (Danke!).

Am nächsten Tag sind wir dann ohne Auto-Abstecher nach Downtown dorthin. Und mit einer self-guided tour und Infos aus AAA-Magazinen haben wir dann einen laufreichen aber sehenswerten Tag gehabt – mit, wie ich denke, Highlight-Stop im Disney-Store. Oder? J

Aber … irgendwie war unsere Zeit dann auch schon um. Und wir mussten wieder Richtung Avon Lake aufbrechen. Aber nicht ohne Zwischenstopp in Indiana! Diesmal im Indiana Dunes State Park und Indiana Dunes National Lakeshore. Gut, der regen hat uns einmischen davon abgehalten, die Strände wirklich zu genießen – dafür waren wir aber so ziemlich die einzigen Lebewesen dort. Auch nicht schlecht.

Der Regen hingegen … Nun, der Himmel hatte seine Schleusen offen, die Dusche angestellt und ein paar Blumen zu gießen.
Alles auf einmal.
Permanent.
Schrecklich.

Wir haben also einmal mehr Pause gemacht – was evtl. auch an dem Tank gelegen haben könnte, das sind allerdings nur Spekulationen… – und unseren Donnerstag Sinnvoll genutzt. Denn donnerstags ist JK-Tag. Also gab es diesmal zwei kleine JK1-Gruppen. Sabrina und ich waren die eine, Anne, Britta und Matthias haben die andere Gruppe gebildet. Auf einem der Rastplätze haben wir also ein kurzes JK Treffen einberufen. In der Hoffnung, der regen würde in der Zwischenzeit mal aufhören, sind wir anschließend enttäuscht weiter gefahren – natürlich nur wegen des noch immer währenden Regens!

 

 

Nach ein paar kleinen aquaplaning incidents und andauerndem, uns verfolgendem Regen sind wir sicher zuhause angekommen.

Freitag. Abreisetag. Clevelandtag!
Nach Zwischenstopp an dem zweitgrößten Theaterdistrict nach New York City ging es weiter zum Westside Market. Und natürlich zu Mitchell’s Ice Cream. Cleveland ohne Mitchell’s geht gar nicht.

Sabrina, mit dir würde ich immer wieder zum Ende/Anfang der Route 66! 😀

 

2 commenti su “No. 15 – Und ich war in Chicago, in Chicago!

  1. Markus sagt:

    Schöner Post Maike 😀

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