Homestaytour

Hallo ihr Lieben,
nachdem unsere Zugreise auch endlich beendet war, sind wir zum „Chicago Midway Airport“ gefahren und mit 4 Leuten Richtung Minneapolis geflogen (Wir, dass sind, Lea, Gianluca, Patrick und meine Wenigkeit) Von dort hat uns Sam abgeholt. Sam ist erst vor ein paar Tagen aus Deutschland zurück gekommen, wo er auch Teilnehmer des CBYX-Programms war (Congress-Bundestag-Youth-Exchange wird das Programm auf amerikanischer Seite genannt). Wir waren also kurzzeitig ca. 1 Autostunde südlich von Minneapolis, in Northfield, bei Sam und seinen Eltern, Rick und Kris, einquartiert und erlebten hier in 4 Tagen viele super Dinge. Nachdem wir sehr herzlich empfangen wurden, hat Sam uns mit dem Golf-Cart das Grundstück gezeigt, ehe wir ein super leckeres gemeinsames Abendessen genießen durften, mit original „sweet corn“ aus Minnesota und mit anschließendem Lagerfeuer und Marshmallow grillen.
Am Sonntag haben wir nach einem leckeren Brunch, mit Pancakes und Obst, eine kleine Tour durch Northfield unternommen und auch kurz Sam´s Oma besucht. Außerdem kamen auch noch Freunde von Rick und Kris vorbei, die Felix mitbrachten. Ein weiterer Austauschschüler aus Bremen, der in Northfield ein Jahr die High-School besuchen wird. Am Nachmittag hat Rick von seinem Rotary-Club eine kleine Party gegeben, bei dem wir leckere Tacos genießen durften und erste Gespräche mit Amerikanern hatten. Ehe wir abends dann ins Kino gegangen sind und uns „Mission Impossible – Rogue Nation“ geschaut haben. Das es das erste mal war, dass ich für ein Kinobesuch bezahlen musste, ist mir erst später aufgefallen – irgendwie komisch 😀 Aber gut angelegtes Geld!. Und das ganze in super bequemen Ledersesseln die man ausfahren konnte, um darin zu liegen. Auf dem Weg dahin, kamen wir noch an dem Skigebiet vorbei, wo Lindsey Vonn laut Sam das Skifahren gelernt hat. Weiter ging es mit dem Besuch in der bekanntesten Bar in der Stadt. Sowohl im Kino als auch in der Bar, waren noch eine ehemalige französische Austauschschülerin, die mit ihrem Freund zu Besuch bei Ihrer Gastfamilie war, dabei. Es war also ein rundum gelungener Abend.
Der nächste Morgen begann, wie sollte es anders sein, mit einem leckeren Frühstück. Danach ging es in die Mall of America nach Minneapolis. Das ist das größte Einkaufszentrum Amerikas, mit einem eigenen kleinen Freizeitpark im Zentrum. Natürlich sind wir diverse Rollercoaster gefahren und ich darf jetzt ein weiteres „Hard-Rock-Café“ T-Shirt mein Eigen nennen. Auch ein Besuch bei „Hooters“ darf dabei natürlich nicht fehlen. Am Nachmittag sind wir dann zu einem Badesee in Minneapolis gefahren (in Minnesota gibt es rund 10000 Seen). Wir mussten uns ja erst einmal von diesem anstrengenden Vormittag erholen… Zum Ausgleich bin ich natürlich auch ein paar Meter geschwommen, ehe es weiter ging mit Kanu fahren. Nach ca. 2 Stunden sind wir nämlich zu einer anderen Stelle des Sees gefahren, wo Sams´ Eltern mit einem weiteren befreundeten Paar schon mit den Kanus auf uns warteten. Auch Felix war wieder mit von der Partie. Die Kanus mussten wir nur noch vom Anhänger laden und ins Wasser lassen und es konnte auch schon los gehen. Wir sind mit 5 Booten zu jeweils 2 Leuten auf die andere Seite des Sees gefahren, wo wir ein ausgiebiges Picknick, mit super Essen und kalten Getränken genossen haben. Natürlich durfte auch ein bisschen plantschen nicht fehlen. Anschließend sind wir mit der untergehende Sonne und der Skyline von Minneapolis vor uns zurück gepaddelt. An diesem Tag habe ich mir rund 15 Mückenstiche eingefangen. Aber das war es wert 😀 Als wir wieder zu Hause waren, haben wir noch einen Film geschaut, den die Hälfte aber nicht mehr überlebt hat, weil der Tag dann doch ziemlich lang und anstrengend war.
Wie in den anderen Nächten auch, habe ich mir wieder ein Bett unter freiem Himmel auf der Terrasse gesichert. Das war richtig klasse auf einem schwebenden Bett zu schlafen, das mit Ketten an der Decke befestigt war und immer ein bisschen geschaukelt ist. Dem ganzen natürlich nicht genug kommt natürlich jedes Jahr um diese Zeit der Perseiden-Meteoritenschwarm an der Erde vorbei und ich konnte diverse Sternschnuppen sehen (möglicherweise hattet Ihr ja auch das Glück).
Nach einer schönen Nacht hat der Tag wieder perfekt begonnen, mit super leckeren Pancakes, die wir uns mit Obst, Joghurt, Zimt und Zucker, Sirup, usw., haben schmecken lassen. Da ein Freund von Rick alte Traktoren auf dem Grundstück unserer Hosts restauriert, durften wir auch alle mal auf einem Traktor aus den 50ern fahren. Es war echt richtig genial. Danach haben wir erneut unsere Schwimmsachen gepackt und sind zu einem nahe gelegenen Strand gefahren. Auf dem Weg durfte ein Stop um frisches Bier einzukaufen natürlich nicht fehlen (das ist echt ein bisschen verrückt hier wenn man Alkohol kaufen will, da es viele Geschäfte gibt die ausschließlich Alkohol verkaufen, aber so groß sind wie ein normaler Getränkemarkt bei uns). Gegen 14:30 pm kamen wir dann an dem See an und haben erst einmal ein bisschen Boccia gespielt ehe wir uns in verschiedenen Runden „Kubb“ (bei uns „Wikinger Schach“) gemessen haben. Am Spätnachmittag kamen dann noch Sams´ Eltern mit dem Motorboot. Wir sind erst einige Runden über den See geheizt, wobei jeder einmal fahren durfte! Es war echt ein geiles Gefühl, da das Boot ziemlich schnell war. Anschließend durften wir auch noch einmal alle Wasserskifahren hinter dem Boot ausprobieren. Da ich das von manchen Ausflügen zu verschiedenen Wasserskianlagen her kannte und wusste das es Spaß macht, war die Vorfreude natürlich umso größer und ich durfte als erster ran. Es klappte auch unverhofft, direkt beim Zweiten Anlauf. Die Freude war noch größer als ich eine Runde auf dem See gedreht hatte, da es noch einmal ein ganz anderes Gefühl ist als auf einer Anlage. Später gab es wieder ein leckeres Abendessen (ich weiß gerade gar nicht mehr was es war, nur das es erneut richtig gut schmeckte) und wir haben noch „Remember the Titans“ („Gegen jede Regel“) geguckt. Ich kannte ihn zwar schon, aber Sam meinte, in Amerika ist das wohl ein Klassiker der Jugendlichen schlechthin. Es ist wirklich ein guter Film über Zusammenhalt und Zusammenkommen über ethnische Grenzen hinweg, was im Prinzip auch zu unserem Programm passt und ich kann ihn nur empfehlen. Nach einer recht kurzen Nacht, hieß es am nächsten Morgen Abschied nehmen. Um 7:30 am ging es zum Bahnhof. Lea, Gianluca und Patrick mussten wieder zurück nach Chicago um von dort weiter zu ihren Platzierungen in Illinois zu gelangen. Meinte Gasteltern haben mich zwar um 11:30 in Northfield direkt abgeholt, aber selbstverständlich bin ich auch mitgefahren um Tschüss zu sagen. Als wir ankamen, erfuhren wir dass der Zug einfach mal 2,5 Stunden Verspätung hat (an dieser Stelle mal ein Hoch auf die „Deutsche Bahn“ :D, da solche Verspätungen hier wohl mehr oder weniger normal sind). Die Zeit haben wir dann aber mit einer Tour durch Red Wing verbracht und als Dankeschön für Sams´ Mutter, einen Blumenstrauß gekauft und anschließend noch 2 Runden „Kubb“ gespielt. Da Sam und ich allerdings auch noch eine Stunde zurück nach Northfield fahren mussten, konnten wir nicht bis zum Schluss warten und somit war das Ende gekommen und ich musste Abschied nehmen von den letzten PPPlern, die mich in meinen ersten Tagen begleitet haben. Danke nochmal an Sam und seine Eltern für die Gastfreundschaft und auch an Lea, Gianluca und Patrick für die geilen Tage!!
Fehlt also in diesem Bericht nur noch das erste Treffen mit meinen Hosts Charlie und Kathy Schroeder aus Mason City. Sam hat zuvor mit Ihnen telefoniert und einen Treffpunkt für die Übergabe ausgemacht. Da ich die beiden von einem Foto kannte, haben wir sie leicht gefunden und wir hatten eine herzliche erste Begegnung. Leider fanden an dem Tag in besagtem Restaurant Renovierungsarbeiten statt und wir sind ausgewichen auf leckere Sandwiches in einem Café/Restaurant in der Nähe. Nach einem Foto mit Charlie und Kathy vor der „First National Bank“ (das war die letzte Bank die Jesse James und seine Bande ausrauben wollten, ehe eher in der Umgebung von Northfield 3 Wochen lang verfolgt wurde und sich vorerst zur Ruhe setzte). Somit hieß es dann auch Abschied nehmen von Sam und ich saß in einem Auto gen Mason City….
Von hier dann auch viele Grüße nach Deutschland!!
Euer Jonas

PS: Der nächste Eintrag über meine ersten Tage bei meinem Hosts wird dann in ein paar Tagen folgen. Ich habe auf jeden Fall schon jetzt eine neue Sportart für mich entdeckt und auch mein Stundenplan für das College steht bereits.

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