dezember nr.2 – reno

Hello again,

ich bin es endlich mal wieder. Und wie angekündigt mit meinem zweiten Dezember Beitrag im Gepäck. Dieser sollte eigentlich auch schon viel früher fertig sein, aber ich hatte leider zwei Wochen mit einer derben Erkältung zu kämpfen und jede Minute die ich nicht arbeiten war, habe ich direkt im Bett verbracht und Hektoliter Tee geschlürft. Noch dazu war der Februar dann so voll mit Arbeit, Terminen und Ski Trips, dass ich einfach nicht dazu kam den Beitrag zu veröffentlichen. Aber jetzt kann es auch endlich losgehen mit meinen Erlebnissen aus meiner Winterpause, also die Zeit zwischen NIACC und meinem ersten Arbeitstag im neuen Jahr.

Nachdem ich also meine ganzen Abschlussprüfungen hinter mich gebracht hatte war erst einmal ca. 2,5 Wochen Schicht im Schacht. Naja, mehr oder weniger. Ich hatte natürlich immer noch keinen festen Job, aber mittlerweile einen in Aussicht. Allerdings ließ der Papierkram noch auf sich warten. Ziemlich viel wenn man als Ausländer in einem fremden Land arbeiten möchte…auch wenn man die Genehmigung dazu hat. Da es also noch nichts festes war, suchte ich erstmal weiter. Außerdem waren meine Hosts über die Winterbreak in Oregon bei den Enkelkindern und da das Auto ohnehin voll war, blieb ich erst einmal in Mason City. Die meisten meiner Freunde waren allerdings auch nicht da. Es sollten also ein paar lange Tage werden. Aber nicht mit mir! Ich stand schon seit ein paar Tagen mit Deniz in Kontakt. Er ist auch Teilnehmer des Programms und ist normalerweise wohnhaft in Nord-West Bayern, in diesem Zipfel da. Nachdem er ein OK von seinen Gasteltern bekam das sie mich kurzerhand auch hosten würden, habe ich natürlich schnellstens einen Flug gebucht. Knappe 15 Stunden später saß ich schon im Flieger gen Dallas und von dort aus ging es weiter zur „Biggest little City in the world“ – Reno, Nevada. Reno wollte ich so oder so gerne einmal sehen, da passte es umso besser, dass ich nun ein paar Tage bei den Hodels verbringen durfte. Ich hatte dort wirklich eine wundervolle Zeit und bin immer noch dankbar, dass sie mich für ein paar Tage bei sich aufgenommen haben. Dass mein Rückflug zweimal gestrichen wurde und ich drei Tage später als geplant erst wieder zurück nach Iowa konnte fanden sie auch eher amüsant als störend. Aber ihr möchtet bestimmt erstmal wissen wer die Hodels denn überhaupt sind. Wir haben zum einen Sabrina und Charles mit Tochter Peyton und Sohn Max (allerdings schon ausgezogen), dazu kommen zwei Hunde, Otis und Freya (sie musste leider kurz nach meiner Abreise eingeschläfert werden) und ihr Kater George. Noch dazu waren wir zwei Deutschen mit von der Partie, um das ganze noch lebendiger zu machen.
Für die chronologische Richtigkeit der folgenden Ereignisse kann ich leider auch nicht wirklich garantieren, da einfach zu viel passiert ist in den Tagen in denen ich in Reno war. Ich versuche es allerdings bestmöglich zu strukturieren.

Nachdem ich also Sonntag nachts um 0 Uhr aufgestanden bin, um um 5 Uhr meinen Flieger in Minneapolis zu bekommen und nach knapp 5 Stunden Flug und 1,5 h Aufenthalt in Dallas endlich in Reno angekommen bin, haben mich Deniz und Peyton am Flughafen erstmal herzlichst empfangen. Das Video dazu könnt ihr hier in Deniz seinem Vlog (Video-Blog) sehen: http://www.32ppp.de/day/ Auf dem Weg zum Haus haben wir noch in einem Outdoor Store gehalten, da Peyton noch ein Weihnachtsgeschenk für ihren Freund brauchte. Klingt erst einmal recht uninteressant, aber Deniz nennt diesen Laden nicht umsonst „Republican Disneyland“…Cabela´s heißt die Kette übrigens richtig. Während ich mich einfach nur mit staunendem Blick und oftmals schütteldem Kopf den Laden anschaute, konnte Peyton in Ruhe ihr Geschenk kaufen. Die Gründe für meine Verwunderung könnt ihr hier auf den Bildern auch sehen. Wobei das hier noch nicht das ganze Angebot an Waffen und Munition darstellt.

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Anschließend ging es nach Hause, wo ich schnell meinen Koffer ausladen konnte und wir Charles einluden. Ich hatte nämlich seit geraumer Zeit nichts mehr gegessen und ordentlich Kohldampf. Dazu ging es dann in eine Fastfood-Kette die es nur an der Westküste gibt, „In-N-Out Hamburger“. Man sollte wirklich mal hier gegessen haben wenn man an der Westcoast unterwegs ist. Sie haben sich auf nur drei Burger spezialisiert und somit schmeckt das Ganze nicht nur einmalig es geht auch noch einmal schneller als in einem Standard Fastfood Restaurant. Neben dem Hamburger und dem Cheesburger gab es mein Essen der Wahl, den Double Cheeseburger. Gut das ich mit Einheimischen dort war, denn diese wussten um die speziellen Soßen die nicht auf der Karte stehen, aber die Fritten zu einem unglaublichen Erlebnis machten. In unserem Fall war das „Animal Style“. Abends ging es dann noch ins Kino. Meine erste IMAX Erfahrung. Ich hatte Star Wars zwar schon gesehen, aber natürlich nicht in IMAX. Leider war der Saal schon ziemlich gut belegt als wir reservierten. Also hieß es dritte Reihe. In einem normalen Kino kein Problem, aber eine IMAX Leinwand ist dann doch etwas groß. Aber dafür kamen die 3D-Effekte super rüber. Da ich durch meine lange Reise ohnehin schon 23 Stunden wach war und zuvor auch nur 4 Stunden Schlaf hatte, habe ich die letzten 30-40 Minuten gekonnt verschlafen 😀 Aber ich kannte den Film ja eh schon.

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Die nächsten zwei Tage über musste Deniz erst noch arbeiten. Also habe ich Reno auf eigene Faust erkundet. Das bedeutet ich war im Planetarium und habe etwas mehr über unser Sonnensystem erfahren, habe mir mal die Innenstadt etwas näher angeschaut und auch im Nevada Museum of Art vorbeigeschaut 🙂 Auch hier habe ich wieder einiges interessantes Erfahren. Die aktuelle Ausstellung beleuchtet die Geschichte rund um den Lake Tahoe von dem ihr gleich noch mehr lesen könnt. Jedenfalls erfuhr ich, dass Frank Lloyed Wright auch hier seine Spuren hinterlassen hat und 5 Häuser an dem See designt hat. Aufmerksame Leser meines Blogs wissen natürlich das auch Mason City für sein architektonisches Vermächtnis bekannt ist. Eine interessante Verknüpfung also. Auf dem Stadtplan habe ich ebenfalls eine „Mikrobrauerei“ gefunden. Eine kleine Bar, die diverse Biere selber brauen. Und das amerikanische Craft Beer (also Bier aus lokalen kleineren Brauereien) kann sich wirklich schmecken lassen. Eigentlich wollte ich mir die Bar nur mal angucken und ein gemütliches Bier schlürfen. Aber wie ihr es euch schon denken könnt „nur kurz gucken“ klappt eh nie. Kurzerhand habe ich die Bekanntschaft von ein paar Einheimischen gemacht und wir haben die nächsten 2-2,5h uns erstmal über Gott und die Welt unterhalten 🙂

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Nachdem Deniz mit der Arbeit fertig war, haben wir es uns noch an zwei Bars im Eldorado gut gehen lassen. Deniz ein bisschen mehr als ich 😀 Das Eldorado ist eines der Casinos in Reno. Diese sind so konzipiert, dass man sich sehr leicht verlaufen kann und es schwer wird wieder rauszufinden. Überall blinkt es und man steht dauernd vor einem neuen Spielautomaten. Aber auch die Happy Hour am Nachmittag ist hier sehr zu empfehlen. Einem Weizen für 3$ lässt sich nur schwer wiederstehen. Oder man versucht es erst gar nicht und genießt einfach nur.

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Ein richtiger Casino Tag mit gambling durfte natürlich auch nicht fehlen. So sind Deniz und ich dann einen Morgen ins „Peppermill“ gegangen und haben uns am Glücksspiel versucht. Vorher durfte ein Sandwich zur Stärkung nicht fehlen. Und das mit einem echten knusprigem Brötchen aus einer echten deutschen Bäckerei! Mit vollgeschlagenem Magen habe ich mich dann zum ersten Mal in meinem Leben an einen Black Jack Tisch gesetzt. Da es auch für Deniz ein Weilchen her war das er das letzte Mal gespielt hatte, musste der Dealer zwischendurch noch ein paar Regeln erläutern. Dieser war davon gar nicht sehr begeistert. Dennoch habe ich nach einigen verlustreichen Runden ein Plus von knapp 50$ gemacht. Damit ging es dann direkt weiter zu diversen Spielautomaten. Auch hier hat mich das Glück nicht verlassen und ich ging mit einem Tagesplus von 138 amerikanischen Dollern wieder nach Hause. Die Freigetränke beim gambeln allerdings noch nicht mitgerechnet.

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Eines meiner vielen unglaublichen Erlebnisse war auch ein kurzer Ausflug zum Lake Tahoe. Einer der tiefsten (501m) und klarsten Süßwassersehen der Erde. Es war einfach nur wunderschön und unbeschreiblich. Viel brauche hier gar nicht zu schreiben. Genießt einfach die Bilder!

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Ein weiteres Highlight war das Skifahren in Mt. Rose. Einem mehr oder weniger kleinem, aber sehr abwechslungsreichem Skigebiet. Hier wurde ich begleitet von Peyton und ihrem Freund Derek und ihrer besten Freundin Libby. Außerdem war noch Tony mit von der Partie. Der beste Freund von Peyton und Libby. Da Peyton das Skifahren erstmal lernen musste, habe ich den Tag mit Tony verbracht. Er fährt zwar kein Ski, ist dafür aber wirklich sehr gut auf dem Board unterwegs. Das besondere an Mt. Rose sind die „Chutes“. Das sind eine Art breite Waldschneisen mit der Pistenmarkierung doppelt schwarz. Und das haben sie auch wahrlich verdient. Ich bin zuvor noch nie einen solchen Abhang gefahren. Auf dem Bild könnt ihr die Neigung ca. erahnen. Da es zwei Tage vorher knapp 15-20cm Neuschnee gab, war auch in den „Chutes“ noch ein bisschen Powder übrig und auch die schon aufgefahrenen Buckel ließen sich noch ohne Probleme wegdrücken. Es war einfach nur genial! Allerdings auch sau anstrengend. Interessant an diesem Tag war noch, dass ich morgens einen der Mitarbeiter angesprochen habe, um zu fragen wie viele Leute sie heute so erwarten (4000-5000). Dieser hatte aber direkt meinen Akzent erkannt und es stellte sich heraus, dass es der Chef des Gebietes war und dieser aus der Schweiz kommt. Wie klein die Welt doch ist. Aber auch hier brauche ich gar nicht mehr zu schreiben und ihr könnt einfach die Bilder genießen.

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Um nicht noch ausschweifender zu werden, fasse ich einfach mal kurz zusammen was ich sonst noch so erlebt habe. Ich war z.B. mit Libby, Peyton und Derek das erste Mal in meinem Leben in einer Cheesecake Factory (müsst ihr unbedingt mal probieren), ich war ein bisschen Shoppen in einer Outlet Mall und des weiteren noch zwei weitere Male im Kino (Sisters – nur zu empfehlen! und Alvin und die Chipmunks 3) An meinem letzten Abend waren wir mit der ganzen Truppe, sowie ein paar von Dereks Freunden zum Abschluss bowlen und haben den Abend bei ein paar Drinks und einer Runde Billard ausklingen lassen 🙂

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Zusammenfassend waren es echt ein paar hammer geile Tage und ich hoffe ich schaffe es im Sommer noch einmal für ein paar Tage die Hodels wieder zu sehen 🙂 Selbstredend gilt auch Deniz ein riesiger Dank, da er sich echt Mühe gegeben hat, mir so viel wie möglich von Reno zu zeigen und auch ein paar der Fotos beigesteuert hat.

Beste Grüße!
Euer Jonas