Christmas Week

Samstag 19.12

Am Samstag verließ ich Olney, um nach San Diego umzuziehen. Das heißt alle Klamotten zusammengepackt und ab ins Auto damit. Zunächst ging es aber nach Chicago, um dort die Weihnachtstage mit dem Rest von Dianes Familie zu verbringen.
Wir trafen uns zum Lunch in einem Rippchen Restaurant mit Joe’s Vater. Er hatte ihn mehrere Jahre nicht gesehen und so war das etwas besonders für ihn. Danach besuchten wir noch Dianes Mutter im Krankenhaus, da sie sich eine Ohrinfektion eingefangen hatte. Sie sollte aber noch vor Weihnachten wieder entlassen werden. Als letztes zeigten mir Joe und Diane noch ihre alten Häuser und Nachbarschaften, in denen sie hier gelebt haben bevor sie nach Olney gezogen sind. Die umliegenden Häuser waren geschmückt mit Lichtern und bei einigen Häusern war es hell, wie am Tage.
 

Sonntag 20.12

Ich hatte mir unbedingt gewünscht in Chicago den neuen Star Wars Film zu sehen und so fuhren wir nach einem ausgiebigen Frühstück ins Kino, um den siebten Teil meiner Lieblingsfilmreihe zu sehen. Ich meine ich werde hier jetzt nochts verraten für diejenigen, die ihn noch nicht gesehen haben, aber es fühlte sich wie 10 Jahre in der Zeit zurück an. Ein geiler Star Wars Film. Nach der Hälfte des Filmes verschwand Jake dann aufeinmal mit Joe aus dem Kinosaal. Ein paar Minuten später kam Diane zu mir und sagte, dass Jake einen Allergieanfall hatte und jetzt auf dem Weg in den Emergency Room ist. Da lag der nächste aus der Familie im Krankenhaus. Er wurde aber am selben Abend noch wieder entlassen.

Montag 21.12

Montag hatten wir einen Tag in Downtown Chicago mit der ganzen Familie geplant. Das heißt Dianes Mutter, ihre beiden Schwester. Und ihr Bruder. Alle mit Kindern. Wir machten erstmal in Chinatown halt und guckten uns die ganzen witzigen Dinge an, die man hier in den chinesischen Läden kaufen konnte. Ich habe noch zwei günstige Pudelmützen von Chicago geschossen, für die ich nur 1/4 des Normalpreises gezahlt habe. Chinatown halt.
Danach gibg es mit dem Zug nach Downtown rein und zu Macy’s. Einem riesigen Kaufhaus vergleichbar mit Karstadt oder Galeria Kaufhof, nur ein bisschen größer. Nachdem wir uns nochmal die Bean angeguckt haben holte ich Steffi vom Bahnhof ab, die sich am Tag davor mit dem Zug auf nach Chicago gemacht hatte.
Wir brachten ihr Gepäck zum Auto und trafen den Rest danach in einem Restaurant mit dem Namen ‚Dicks last resort‘ wieder. Das Restaurant war echt der hammer. Es gab leckeres Essen und gutes deutsches Bier. Aber das witzigste war die spezielle Idee, die sich das Restaurant ausgedacht hatte. Jeder Gast am Tisch bekam mit der Zeit einen Hut aus Papier aufgesetzt, auf dem teilweise sehr versaute Dinge standen und für die man schon etwas schwarzen Humor haben musste. Aber seht selbst 😀
 

Dienstag 22.12

Dienstag gingen Steffi und ich mit Jake und seinen Eltern zu Ikea, ein paar Anregungen für ihre Apartments einzuholen. Danach gingen wir noch in einen riesigen Outdoorstore. Es gab tausend verschiedene Sachen hier. Von einer schier unglaublichen Auswahl an Angeln und Schusswaffen über Quads bis zu großen Fischerbooten, konnte man hier alles kaufen. Es war witzig einfach durch die Gänge zu schlendern und sich alles anzusehen.
Abends hatten wir uns dann noch mit Maurice im Hofbräuhaus in Chicago verabredet. Schönes Hefeweizen mit einem Jägerschnitzel. Besser geht es gar nicht. Dazu war noch eine deutsche Band auf der Bühne und spielte deutsche Schlagermusik von der Wies’n 😀

Mittwoch 23.12

Diane und Joe gingen mit uns ins Museum of Science und Industry in Chicago. Ich glaube ich kann sagen ich war noch nie in einem so beeindruckenden und tatsächlich nicht langweiligem Museum. In einer Halle hing ein riesiges begehbares Passagierflugzeug. In der nächsten stand ein 10 Meter hoher Tornado-Simulator und mein persönliches Highlight das U-Boot U-505. Man geht nichtsahnend die Treppen in einen unterirdischen Bunker hinab, kommt aus einem kleinen Gang und aufeinmal blickt man auf ein originales deutsches U-Boot aus dem zweiten Weltkrieg herab, das bestimmt an die 100Meter lang war. Es war echt mega beeindruckend. Ich hatte nier davon gehört und war geflasht, wie man so ein Geschoss hier einfach in eine monströse Halle packt. Wie gesagt das Museum war definitiv sein Geld wert und man hätte sicherlich noch mehr Zeit dort verbringen können. Aber wir hatten eine Verabredung mit einem von Joe’s alten Freunden aus dem Fire Department und trafen uns mit denen zum Essen bei einem Italiener. Ich sag nur so viel. Die kleine Portion bei z.B. einem Spaghettigericht ist für 2 Personen gedacht. Die KLEINE !!

Donnerstag 24.12

Donnerstag war der 24.12 und für uns Deutsche Weihnachten. In den USA ist aber erst am 25.12 Weihnachten. Steffi und ich kochten also noch ein letztes mal deutsches Essen mit Bratwurst, Speckkartoffeln und schöner Jägerpilzsoße. Danach trafen wir uns wieder mit Freunden spielten den halben Tag Billiard in einer Poolbar und tranken Bier, bis wir zum Abendessen wieder nachhause fuhren. Oma hatte Kohlrouladen gemacht 😀 Eigentlich nicht so mein Fall, aber diese gingen wohl.
Am Christmas Eve werden zwar noch keine Geschenke ausgepackt, jedoch geht man schon in die Kirche an dem Abend. Wir gingen zu Mitternachtsmesse um 10 Uhr Abends. Es war eine katholische Kirche und doch sehr vergleichbar mit der Weihnachtsmesse bei uns in Deutschland.

Freitag 25.12

Es war endlich offiziell Weihnachten. Eigentlich wird den ganzen Tag Geschenke ausgepackt. Morgens setzten wir uns jedoch erstmal im kleinen Kreis zusammen, bevor der Rest der Familie Mittags dazu stieß. Ich bekam sogar auch einige Geschenke von meinen Gasteltern. Einen Bierkrug mit einer Fahrradklingel, um die Bedienung schneller herbeizurufen. Chili um einen Chili Cheese Dip zu machen. Riceroni, was ich hier für mich entdeckt habe. Eigentlich nur Reis mit Chickengeschmack, aber mega lecker, eine Walmart Gift Karte mit der man hier nochmal 3-5ct spart pro Gallon Sprit und von Steffi bekam ich eine neue Cap, sowie ein riesiges Poster mit unseren ganzen Roadtripbildern.
Danach kam die Familie und es gab wieder lecker was zu essen. So viel, dass wir alle fast vom Stuhl fielen, obwohl das Essen nicht mal zur Hälfte aufgegessen war.
Anschließend bekamen alle Kinder ihre Geschenke, die die Eltern gesammelt gekauft hatten. Das war ein Chaos. Dann kam der spaßigste Teil des Abends. Wir spielten Dirty Bingo. Zunächst legt jeder seine Geschenke, die er dafür mitgebracht hat in die Mitte des Raums. Danach werden zwei der vier Kartendecks der Reihe nach an alle Leute im Raum ausgeteilt, bis keine Karten mehr übrig sind. Anschließend werden die Karten der zwei verbleibenden Decks nach und nach aufgedeckt. Derjenige dessen Karte aufgedeckt wird darf sich ein Geschenk aus der Mitte nehmen. Das geht so lange, bis es keine Geschenke in der Mitte mehr gibt. Dann geht der Fun Part los. Wer Glück hatte hat jetzt noch möglichst viele Karten auf der Hand, denn nun darf man, sobald eine Karte aufgedeckt wird, die man auf der Hand hat, ein Geschenk von einer beliebigen Person gestohlen werden. So ist es manchmal ein hin und her und, wenn man nicht aufpasst steht man am Ende leer da. Ich hatte Glück gehabt und ganz gut abgesahnt und konnte mir 7 Geschenke ergattern. Darunter eine Tequila Shots Sammlung, Wax für Autoscheiben, Alufolie und zwei Brettspiele. Dann war es Zeit langsam alles zusammen zu packen, da es ja am nächsten Morgen nach San Diego gehen sollte.

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