Living in San Diego

Nach der dicken Paty in Las Vegas ging es endlich nach San Diego, um meinen Umzug vollständig zu machen. Ich hatte noch ein paar freie Tage bevor ich am Montag dann in meinen Job starten müsste. Da ich noch keine Wohnung gefunden hatte war ich also die ganze Woche dabei Apartments zu besichtigen und Shared Rooms abzuklappern. Es ist echt verdammt schwierig hier etwas vernünftiges zu finden. Das Preisniveau der Mieten hier in SD ist verrückt hoch und es gibt Mieter die wollen für einen Raum in ihrem Haus oder Apartment 1000$ haben. Ja nur einen Raum ! Und die Begründung die man jedes mal bekommt ist: „Welcome to Downtown“. Meeega nervig. Ich schaffte es leider nicht noch vor Arbeitsbeginn eine Wohnung zu finden und so pennte ich ersteinmal weiter im Hotel.

Dann hatte ich meinen ersten Arbeitstag. Mir wurde schon gesagt, dass ich wohl sehr viele Mexikaner antreffen werde, aber das hat mich dann doch etwas überrascht. Man kommt morgens 6.30 in der Firma an und dann sind schon 30 Mexikaner dort, es wird nur spanisch gesprochen und du hast erstmal überhaupt keinen Plan was abgeht. Der Supervisor schickt dich dann mit einem Vorarbeiter mit, natürlich Mexikaner, der gibt dir dann eine Adresse und schon befindest du dich auf dem Weg zur Baustelle. Vor 7.00 wird dann dort auch nicht angefangen zu arbeiten. An meinem ersten Tag war ich auf einem Dachziegel-Job. Mein Vorarbeiter zeigte mir alles und dann legten wir los. Dachziegel lose verlegt, nicht irgendwie in Dachlatten gehängt, nö einfach aufs Dach gelegt und dann mit nem Nagelschussgerät befestigt. Leider hatte mein Voabeiter nicht gecheckt, dass ich in den USA noch nie vorher auf einem Dach gearbeitet hatte und somit keine Ahnung hatte wie deren System läuft, weswegen ich natürlich sehr viele Fragen stellte. Wohl ein bisschen zu viel für ihn und am nächsten Morgen fand ich mich in der Abreißertruppe wieder und konnte erstmal mit 10 weiteren Mexikanern die alten Dächer abreißen. Bei 20-25 Grad ein ganz schön harter Job. Nach einem Gespräch mit meinem Supervisor bekam ich dann in der nächsten Woche eine neue Chance und durfte mit auf einen Flachdach-Job. Nachdem ich dem neuen Vorarbeiter dann gezeigt hatte, dass ich durchaus verstehe wie man schweißt und wie die Arbeitsgänge ablaufen, hat er mich dann auch mehr in die Arbeit mit einbezogen. Abends hatte ich dann immer das Glück, dass mein Hotel nah am Strand war und so hab ich nach der Arbeit immer noch einen megageilen Sonnenuntergang am Meer genossen. Hat schon was.

Ich war also zwei Wochen erstmal nur am Arbeiten und Wohnung suchen und habe eigentlich so gar nichts von San Diego mitbekommen. 

Steffi durfte jetzt auch nach San Diego umziehen und arbeitet in derselben Firma wie ich, im Sales Department. Wir entschieden also am ersten freien Wochenende erstmal San Diego zu erkunden. Wir starteten mit einer Trolley Tour durch San Diego. Eine Art Hop-on-Hop-off Tour, bei der man komplett durch San Diego fährt. Wir starteten in einem alten historischem Stadtteil, passenderweise „Old Town“ genannt. Hier ist alles so, wie es vor einigen hundert Jahren mal ausgesehen haben soll. Die Leute waren auch alle gekleidet wie früher und zeigten, wie man früher gelebt hat.

Dann ging es in den Bus und unser erster Stopp war der riesige Flugzeugträger im Hafen von San Diego, die USS Midway. Wir hatten uns vorher auf Groupon einen Gutschein gekauft, für eine Tour auf dem großen Pott. Wenn man das Schiff betritt endet man ersteinmal in einem riesigen geschlossenem Hangar im Bauch des Flugzeugträgers, es ist beeindruckend wie groß diese Halle war. Hier waren viele alte Flugzeuge ausgestellt. Wir starteten mit einer Audio-Tour durch das ganze Schiff. Man konnte alles besichtigen von den Schlafkabinen, sau klein und definitiv nix für Leute über 1,90m, über die Mensa und Kapitänskabine bis zum Flugdeck und Bombenlagerraum. Die Tour war echt interessant und man konnte sich wirklich vorstellen, wie alles ablief, wenn das Ding in Bewegung oder im Gefecht war. 2,5 Stunden und 8x Kopf stoßen später gingen wir dann wieder von Bord und fuhren weiter mit unserem Bus. 

Es ging über eine große Brücke rüber nach Coronado. Coronado is eine Insel die in der Bucht von San Diego liegt und die wahrscheinlich den schönsten Strand hier hat und einen sehr geilen Blick auf Downtown bietet. Der Bus fuhr weiter über den Balboa Park und San Diego Zoo. Beides müssen wir nochmal seperat machen, weil der Flugzeugträger-Ausflug etwas viel Zeit gekostet hat und es schon etwas spät war. Vom Zoo habe ich schon öfter gehört, dass man den aufjedenfall mitehmen muss und der Balboa Park nimmt wohl auch einen ganzen Tag in Anspruch, um dort die Museen und Attraktionen zu sehen. Abends ging es dann natürlich wieder an den Beach und wir ließen den Abend mit einem schönen Bierchen am Strand ausklingen. 

Nächste Woche erzähle ich dann von dem Sportevent überhaupt, dem Superbowl ! Ja ich hänge etwas hinterher mit meinen Berichten 😀

See you !

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