Auf den Vorbereitungsseminaren hatten wir bereits Online unser Visum angefragt.
Nun ging es darum bei einer der US Botschaften in Deutschland dieses nochmal persönlich anzufordern.
Solltet ihr je vorhaben ein US Visum zu beantragen dürft ihr euch von Fragen wie diesen nicht verwundern lassen.
Haben Sie vor in den USA Gelder zu waschen?
Wurden Sie ausgebildet einen Nuklearsprengkopf herzustellen?
Waren Sie an den Terroranschlägen vom 11 September 2001 beteiligt?
und exklusiv für Deutsche Staatsbürger :
Waren Sie am Holocaust beteiligt?
Jedenfalls kann man nach 4 Seiten dieser Sicherheitsfragen und diversen anderen Angaben sein Visum elektronisch an eine Botschaft seiner Wahl weiterleiten.
Letzte Woche bekam ich dann die Restlichen Unterlagen und konnte also meinen Termin mit der Botschaft ausmachen.
Nach einer kurzen Mail kam am Tag darauf bereits die Antwort mit einem Termin.
Freitag 11 Uhr in Frankfurt am Main.
Also ging es Donnerstag Abend los nach Darmstadt zu Bekannten wo ich von Deutschem Bier und Amerikanischen Steaks empfangen wurde.
Freitag Morgen dann um 8 Uhr aufstehen, gemütlich Frühstücken und auf der A5 Richtung Frankfurt.
Keine Staus, wenig Verkehr also schon um 10:20 vor der Botschaft.

Dort musste ich meiner Mutter die mich begleitete erst mal alles aus meinen Taschen geben, da man nichts in die Botschaft außer seiner Unterlagen nehmen darf.
Ohne Handy und Geldbeutel, nur mit ein paar Blättern und meinem Pass geht es also in Richtung Botschaft.
Bereits vor dem ersten Gebäude, im freien beginnt der erste Teil.
Pass zeigen, Anliegen vortragen und dann beginnt die erste Sicherheitskontrolle.
Nachdem ich von anderen bereits gewarnt wurde wie unfreundlich das Personal dort ist war ich positiv überrascht, als mir der Sicherheitsbeamte sehr freundlich und in gutem Deutsch erklärte was zu tun ist.
Nachdem ich meinen Gürtel in einer Plastiktüte verstaut hatte durfte ich also weiter in das nächste Gebäude, dass nur von innen durch einen Sicherheitsbeamten geöffnet werden konnte.
Nun wurde es ernst. Ich betrat damit US – Staatsgebiet !
Aufregung pur ! ;D

„In den USA angekommen“ ging es dann durch eine Kontrolle, wie man sie auch vom Flughafen kennt.
Als auch das geschafft war durfte ich ins nächste Gebäude weiter, in dem der Schalter war.
Dort war alles deutlich einfacher und schneller, als eigentlich gedacht.
Kurz mein schreiben über CBYX vorgelegt und auf Englisch ein paar fragen beantwortet und schon war mein Visa „approved“
Beim Rückweg durch das Gelände konnte ich mich nun in Ruhe umsehen, und entdeckte wie amerikanisch das Gelände tatsächlich ist.
Der Parkplatz voller riesiger SUV, oder eindrucksvoller Muscle cars.
Auch einen Grillplatz sowie ein Basketball Feld konnte ich bei meinem kurzen Fußweg entdecken.
Was mir am meisten im ganzen Gelände gefallen hat war ein Graffiti.
Irgendwie musste ich echt Grinsen, weil es ganz genau das trifft was auch wir uns bei unserem Logo für das 32. PPP / CBYX gedacht hatten.

Nach all den Eindrücken verließ ich erleichtert und mit einem guten Gefühl für das bevorstehende Jahr das Gelände. Hoffentlich ist damit jetzt alles an Bürokratie auf dieser Seite des Atlantiks erledigt.