Gottesdienst in Wausau

Heute morgen bin ich um 08:00 AM aufgestanden um zusammen mit Joanne zu frühstücken und danach in die Kirche zu gehen. Sie ist nicht wie ich katholisch sondern Presbyterian -> ich weiß leider nicht, was das in deutsch ist. Also bin ich mit ihr nach Schofield einem Nachbarsort gefahren, um dort zum Gottesdienst zu gehen. Jeder trägt ein Namensschild-> aus der Gemeinde, sodass jeder, jeden direkt mit Vornamen ansprechen kann. Die Kirche ist auch anders aufgebaut. Unter der Kirche gibt es für Kinder und Jugendliche extra Spielräume. Außerdem gibt es da Sonntagsunterricht-> Schulunterricht. Mittwochs wird dort Essen an bedürftige verteilt. In Wausau leben um die 100 Hilfsbedürftigen. Außerdem werden unter der Woche noch viele andere Aktion angeboten, z.B. Family Kino, wo jeder dann hingehen kann und Filme schauen kann, session-> Sitzungen wo geredet wird, Wanderungen oder andere Aktionen die in der „Gemeinschaft“ gemacht werden. Leider ist die Kirche zu weit weg, um einfach mal so mit dem Rad dorthin zu fahren. Sonst wäre ich gerne mal da hin gefahren um einfach mit den Kids und Jugendlichen zu spielen und nicht alleine zu Hause zu sein. Im Moment muss Joanne nämlich jeden Tag arbeiten…
Der Gottesdienst ging zwei Stunden und war viel „lockerer“, als unserer. Relativ am Anfang hat der Pastor eine „Kinderrunde“ gemacht, wo alle Kinder nach vorne gekommen sind und er sich mit ihnen über das heutige Gebetsthema Wellen/ Wellen reiten… unterhalten hat. Denn hier heißt das nicht, Gottesdienst sondern Gebetskreis. Danach sind die Kinder unter die Kirche gegangen und konnten Spielen und Basteln. Zwischen durch hat der Pastor auch einfach ein 10 Minütiges Gespräch mit jemanden aus der Gemeinschaft geführt und sie sollte 5 Sachen aufzählen, die an ihr besonders sind und die der Rest von der Gemeinschaft noch nicht kennen. Den Rest habe ich leider nicht verstanden =(
In der Kirche braucht man auch keine Gotteslobe, da alles digital über zwei Beamer an die rechte und an die linke Seite im Raum „geworfen“ wurde. Auch die Bibeltexte. Bei den Reden kamen dann Bilder. Zum Beispiel hat er dann irgendwann mit dem Thema Freundschaft angefangen und hat dann erzählt, wie ihm 30 Leute, beim Umzug geholfen haben, obwohl er erst seit 4 Monaten dort wohnt. Also immer einfach mal etwas aus seinem Leben erzählt. Leider konnte ich auch so beim Gottesdienst nicht alles verstehen. Aber ich bin ja auch erst seit 13 Tagen hier in Amerika. Ich denke, dass ich nächste Woche, wenn ich Zeit habe noch mal mit ihr dort hin fahren werde. Es war eine Erfahrung wert und alle sind sehr freundlich. Und das was am schönsten ist, in diesen Gottesdienst gehen auch sehr viele junge Menschen und man kann schnell Freundschaften knüpfen.