Immer weiter Richtung Nord-West

So Freunde hier ist der zweite Teil meiner Homestaytour durch die USA.

 

Es ging für Sebastian und mich mit dem Flieger dann über Phoenix nach Albuquerque.In Albuquerque wurden  wir am Flughafen von Ephram, Julie und ihren beiden Söhnen abgeholt. Da die Fahrt vom Flughafen bis zum Haus etwas über eine Stunde dauerte, haben war diesen Tag eig. Komplett damit verbracht von A nach B zu kommen.Der nächste Tag brachte dann die Überraschung: Wenn man den Namen New Mexico hört denkt man natürlich sofort an sengende Hitze und nur eine große Wüste, aber dem war nicht so. Es war zwar recht warm, aber da es mitten im Land liegt ist es kaum Schwül, also eine echt angenehme trockene Hitze.Das nächste was einem sofort auffiel, war ein riesiges gemaltes weißes M auf dem Gipfel des höchsten Berg der Stadt. Es wurde uns so erklärt, es sei Tradition im Südwesten, dass man den Anfangsbuschstaben des Collegefootballteams auf den Gipfel des höchsten Bergs malt. Sah auf  jeden Fall echt cool aus.P1010643

 

Den angebrochenen Sonntagmorgen haben wir dann zuerst in der Kirche verbracht. Sebastian und ich wurden sogar nach vorne gerufen und der Gemeinde vorgestellt…. Passiert anscheint nicht so oft da das Leute aus Europa für ein paar Tage vorbeikommen.Danach hat die komplette Gemeinde ein BBQ organisiert, wo jeder etwas mitgebracht hat. Das war echt gesellig.Um 11 aufen Sonntag neben der Kirche schon die ersten Burger durchen Hals, hatte ich so auch noch nicht!Und natürlich wollte jeder (wie jeder anderer auch den wir auf dieser Reise kennengelernt haben) wissen wo wir genau herkommen, was wir machen, was wir hier in den USA machen, wie lange wir bleiben, wo unsere feste Platzierung ist und etc…… also man könnte sagen das ich hiernach Sebastians und meine Geschichte auf Englisch, rückwärts auf ner Luftpumpe nach spielen könnte.Waren aber trotzdem alles sehr nett und wurden von allen recht herzlich willkommen geheißen.Danach haben wir den Sonntag bei einem schönen Verdauungsspaziergang durch das Dorf ausklinken lassen. Unsere Gastmutter hat uns ihren Arbeitsplatz, die Unni der Stadt, gezeigt mit ihrem Campus und Sportplätzen.P1010091

 

Der Nächste Tag war dann einer der schönsten und interessantesten der Tour meiner Meinung nach. Unser Gastvater hat uns zu seiner Arbeit Mitgenommen, es hat so etwa eine Dreiviertelstunde gedauert und das sah schon cool aus….

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Eben zur Arbeit fahren

 

Doch dann kam die Überraschung: Er arbeitet für VLA Teleskope. Das sind 27, 28 m hohe weiße  Teleskope die wie der Mercedesstern zueinander stehen und mittels eines Schienensystems alle 9 Wochen ihre Position ändern und somit erreicht der Umfang des Sterns 4 verschiedene Größen im Laufe eines Jahres. Natürlich als wir da waren standen die Teleskope am weitesten auseinander und somit für Fotos echt ungelegen. Ihr kennt sie vielleicht aus den Filmen: Contact, Terminator, Transformas und ein Videoclip von  John Bon Jovie.Ihr Sinn besteht darin im Groben: fremde Galaxien zu erforschen und Bilder davon zu machen. Eine der Teleskope war zum Glück zu dem Zeitpunkt in der ,,Werkstatt´´,  eine riesige Halle die mit dem Schienensystem verbunden ist, sodass wir das Teleskop besichtigen konnten und bis nach oben in die Schale klettern konnten. War schon echt Imposant wie viel Technik darin Steckt und man konnte von da ganz oben super die Wüste erblicken mit ihren weißen Teleskopen die in der Ferne schimmerten.P1010114

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Nachdem wir dann uns noch die Kommandozentrale mit den vielen Servern und Rechnern und das Besucherzentrum angeguckt haben, war unsere zweite Station die Berge von New Mexico. Das sind so die letzten Ausläufer der Rocky Mountains.Es war eine der Kuriosesten Fahrten auf ein Gipfel die ich jemals gemacht hab….

Unten am Fuß des Berges hatte man noch die trockene Hitze der Wüste und nur ein paar Wüstenpflanzen, aber desto höher man fuhr desto Kühler wurde es, desto mehr Regnete es und die Vegetation Veränderte sich Grundlegend von unten nur Wüstenpflanzen über kröpilge Kiefern Bis wir dann oben angekommen sind und dort riesige Douglasien standen und es nur regnerische 18 Grad waren. Wirklich eine komplett andere Welt da oben auf dem Gipfel. War auf jeden Fall ein schönes Erlebnis.

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Den Abend haben wir dann bei dem 7. Besten Bürgerladen der USA verbracht. Der Laden hatte was. Das war nur so ne ganz kleine Kascheme mit jede Menge Zeitungsartikel von z.B. der NY Times,  der Sunset und dem Mad Magazine an der Wand wo der Laden so hoch gelobt wurde. Der Chef des laden spielte mit seinen Jungs ein bisschen Country Blues Life Musik und hatten echt spaß dabei, seine Frau hat die Geschätzten 10 Tische bedient und die Gäste kannten sich alle untereinander, also eig. ne ganz normale Burgerbude vom ersten Blick halt. Aber als wir dann unser Essen Bekommen haben wusste ich warum die ganzen renommierten Zeitungen an der Wand hingen, das war wirklich der Beste Bürger den ich bis dahin gegessen habe. Wirklich echt Bombig!!!!

Am nächsten Morgen ging dann aber auch schon unsere Reiße Richtung letzte Station Pazifikküste weiter. Oakland!    Oakland ist die kleine Bruder Stadt von San Francisco, darum haben wir uns darauf besonders gefreut.Als wir dann vom Flughafen von unserem Gastvater oder vielmehr unserem Gastbruder abgeholt wurden und uns gegenseitig Vorgestellt haben war eins sofort klar: Der ist echt cool drauf und das werden geile 3 Tage!John wohnte in einer WG in Oakland City, war 2007 selber Teilnehmer des Programms für junger Amerikaner, konnte also deutsch mit Akzent(er war in Bayern stationiert) und jetzt die Überraschung: Er arbeitet in einer Brauerei als Braumeister und will uns sie morgen zeigen…. Da klingelt es doch in den Ohren!!!

Den Restlichen Tag haben Sebastian und ich aber damit verbracht die komplette Promenade inklusive Pier entlangzulaufen, das wahr echt nen Ende aber es sah schon cool aus mit der Aussicht auf die Bay, Alcatraz (die berühmte Gefängnisinsel), der Pier 39 und natürlich die Golden Gate Bridge. Eins viel aber sofort auf in San Francisco: Irgendwie ist das nicht Amerika, die fahren hier jede Menge Hybridwagen oder Elektrofahrzeuge, alle wahren am Joggen, die die kein spritsparendes Auto hatten waren mit dem Fahrrad unterwegs und eben schnell was Essen in einem Fastfood laden ging auch nicht weil es waren nur sehr wenige davon in der Stadt da. Also grob gesagt die Hippies sind nie wirklich aus der Stadt raus, die haben sich nur ein bisschen verändert.

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Am Abend haben wir uns dann mit John in einem Park getroffen wo das Gesetz anscheint keine Gültigkeit mehr hat, alle wahren am Kiffen und am Saufen( was in der Öffentlichkeit hier verboten ist). Natürlich haben wir drei es uns es nicht nehmen lassen auch paar Bier zu trinken…. Man will ja nicht in der Masse auffallen.

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Am nächsten Morgen war uns aber eins klar, wir brauchen ein Fahrrad um in San Francisco viel zu sehen und möglichst schnell voran zu kommen, da das U-Bahn netzt nur bedingt gut ist. Also haben wir uns zwei Rennräder von den Mitbewohnern von John ausgeliehen. Es war das erste Mal das ich mit einem Rennrad gefahren, kannte bis dahin nur meine feines Hollandfietsken. Man sitzt da drauf wie so nen Affe auf nem Schleifstein…

Dann Fahrrad fahren in San Francisco ist auch so ne Sache für sich. Ihr müsst wissen die Rennräder haben nur ganz dünne Rader, was natürlich das fahren sehr erleichtert, aber da durch San Francisco diese ganzen alten Straßenbahnen fahren, musste man echt aufpassen das man mit den dünnen Räder nicht in die Schienen kommt und sich lang legt. Dann das nächste war, das die Stadt auf einem Berg gebaut wurde. Keine Ahnung wer sich diesen Unsinn ausgedacht hat aber das erleichtert nicht unbedingt das Fahrradfahren und es ging teilweise echt steil runter bzw. hoch. Dazu kam dann auch noch die blödeste Methode eine Kreuzung zu beschildern: alle vier Zufahrten haben ein Stoppschild und wer zuerst ankommt fährt zuerst und San Francisco hat wie jede andere große Stadt in den USA auch ein rechtwinkliges Straßennetzt.

Also Kurz gesagt: Wir bretterten mit nem unbequemen Rennrad die voll befahren Straßen hinunter über die Straßenschienen und hofften das unsere Bremsen bei jedem Stopp an der Kreuzung klappen würde und der griff nicht ins lehre geht. War irgendwie Cool!!!

Nur die Berge die man Runterfuhr mussten wir dann auch wieder irgendwo hoch kommen also hieß es dann: KETTE STRAMM.

Aber die Fahrt mit dem Fahrrad über die Golden Gate Bridge hat alle anstrengenden Bergauffahrten wieder gut gemacht. Es Sah echt phänomenal schön aus das Panorama. Auf der einen Seite der offene Pazifik und auf der anderen Seite die Stadt mit ihrer Bucht und der Gefängnisinsel. Wir hatten dann auch noch das Glück das an diesem Tag strahlenden Sonnenschein war. Was in San Francisco nicht oft der Fall ist.

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rklären lassen und sie besichtigt.

Die Kessel und die Füllmaschine stammen aus Deutschland, es ist die älteste Brauerei an der Westküste und eine kleine Whiskeybrennerei war auch noch mit dabei.

Mein Highlight war aber die urige werksinterne Bar, wo die Arbeiter sich nach der Schicht getroffen haben und das Ergebnis der geleisteten Arbeit testeten. Wir haben natürlich auch ein paar Kostproben genommen und die verschiedenen Sorten getestet. Es war wirklich köstlich!

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Allerdings wenn man den ganzen Tag mit dem Fahrrad bei 28° Berg auf und Berg ab fährt saugt der Körper natürlich alles sofort auf wie ein Schwamm und man konnte nach ein paar Bier merken( es war auch ein Starkbier darunter) wie der Alkohol direkt ins Blut ging, was jetzt nicht so schlimm war, nur wir mussten halt mit Fahrrad noch einmal komplett durch die Stadt und da wir mit John nach Hause fuhren und er den weg genau kannte fuhr er verdammt schnell über die Kreuzungen und wir angetüddelt hinterher…. Hat aber alles geklappt 😉

Am letzten Tag in Oakland/San Francisco führten wir unsere Pädgestour weiter und besichtigten die Lombard Street und sind sie natürlich auch darunter gefahren.

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Danach hatten wir ein Date mit einer Freundin von John, die Rangerin im Presidopark war und ihn mit ihrem Chef uns gezeigt und erklärt hat. Es war natürlich für mich sehr interessant da es ein riesiges Waldstück war, das zum windbrechen der Stadt angepflanzt wurde und man hatte unglaubliche Ausblicke auf die Brücke und aufs Meer von dort aus.P1020057

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Den Sonnenuntergang haben wir uns dann danach zusammen mit John, der von der Arbeit kam, am Strand angeguckt, dazu ein Bier das an diesem Tag Abgefüllt wurde und das Paradies war perfekt….

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Bevor wir nach Hause gefahren sind, haben wir aber noch eine Freundin von John besucht. Sie wohnte mitten in der City und sind dann wie es hier anscheint normal ist, über die Feuerwehrleiter aufs Dach geklettert und haben uns die beleuchtete Skyline im Mondschein der Stadt angeguckt. Mir war schon ein bisschen mulmich dabei, auf das Dach dieser Holzhütten zu klettern aber sie sagte die hätten hier schon mit 40 Leuten Party gemacht. Und keine Ahnung warum eine Feuerwehrleiter aufs Dach führt….P1020173

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So das war´s mit meiner Homestaytour. Von Oakland ging dann der Flieger Richtung Seattle wo ein neuer Alltag, Familie, Haus und Leute auf uns warten. Also ein komplett neues Leben wovon ich euch natürlich hierüber auf dem Laufenden halten werden.

Naja man sieht sich wenn die Hecke nicht zu hoch ist.

 

Bis dahin euer Broti

 

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