Huhu, es ist Samstag

Ich greif den Titel direkt mal auf:

Huhu, es ist Samstag, 11:28 Uhr, ich sitze in Madison auf der Couch, Maggi liest neben mir gerade Papertowns von John Green (sehr gutes Buch) und ich hab zwei oder drei kleine Geschichten. UND! Ich habe endlich das erste Fettnäpfchen.
Schönes Wort Fettnäpfchen. Dazu gleich mehr, muss gerade kurz was anderes machen. Lauft nicht weg.

So, erledigt.
Also. Letzter Eintrag war Donnerstag. Machen wir am Freitag weiter.
Meine Güte bin ich gerade fleißig. Hachja. Ich sonne mich in meiner eigenen Arroganz. Herrlich.

Freitag war der letzte offizielle Schultag vor der Winterpause.
8:30 Uhr war der erste Test angesagt, für den Hauptkurs (Construction & Remodeling Techniques 1), sobald man fertig war ist man rüber zur Werkstatt gedackelt und hat angefangen alles aufzuräumen. Sprich das Gelände draußen, die Werkstatt und und und.
Gegen halb zwölf waren wir (der Kurs der morgens stattfindet und unser Kurs) mit dem ganzen Gelumps durch. Ich hatte den schönen Job wie ein verrückter mit einem schwingenden Hammer durch die beiden Häuser zu stiefeln und alle, nicht mehr notwendigen, Stützen von den Wänden zu prügeln. Spaß und Entertainment für die ganze Familie.

Der Kollegium hatte Pizza für alle bestellt. Hatte weder Hunger noch Lust mich sozial zu beschäftigen, also mit Kopfhörern etwas abseits platziert und lauwarmen Kaffee getrunken. Bis kurz nach zwölf.

Viertel nach zwölf. Finaler Test für Plans, Sites and Formwork. Der Kurs über Beton, Vermessungen, Gebäude abstecken und so weiter.
Sobald man damit durch war: Ferien.
Nope. Ich fahr am Montag wieder hin und fang an zu arbeiten. Die Werkstatt will ja schließlich verlagert werden.
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Mal ein Bild von der anderen Seite. Boah wie ordentlich alles aussieht, ein Traum.

Abends dann nach Madison gegurkt. Ein kleines Missverständnis dann mit Vinnys Abendplanung, also spontan mit Maggi und Annette zu einer Kirchenveranstaltung einer Freundin, Lacquita. Verhaltenstechnisch, sprachtechnisch und alles so schwarz wie man nur schwarz sein kann. Unfassbar amüsanter und netter Mensch, schon vorher mal zuhause getroffen.
Auf jeden fall der einzige Grund warum ich mit bin.
War dann auch ziemlich amüsant und gegen Ende auch mitreissend. Noch dazu ein neues „Gefühl“ mal in der „Minderheit“ gewesen zu sein.
Bin mit Maggi zu früh angekommen, Annette kam aus Marshall. Standen dann rum. Naja gehen wir halt rein.
Ein netter junger Mann öffnet zufällig zum gleichen Moment die Tür. Wir stehen uns gegenüber. „Seid ihr für den Weihnachtschor hier?“ „Jup“ „Die üben noch, startet in gut 25 Minuten“ „Ok“.
Ich halte die Tür offen, er steht in der Tür, Maggi hinter mir. Er hebt die Hand, ich gebe ihm nach zwei Sekunden ein ungelenkes High Five, betrete die Kirche und realisiere, dass er mir einfach nur die Tür über meinem Kopf, für alle die es vergessen haben, ich bin kein Sitzriese, offen halten wollte.
Ich fange dumm an zu kichern sobald ich mich auf eine der Bänke gesetzt habe.
Dieses High Five hätte aus einer unangenehmen Situationskomik Fernsehsendung sein können.
Schon tausend mal gesehen, trotzdem überragend.

Endlich habe ich ein „Fettnäpfchen“. Diese magischen Fettnäpfchen. Haben beim Vorbereitungsseminar gefühlt über nichts anderes als Fettnäpfchen gesprochen. Also eher was denn mögliche Fettnäpfchen wären, wie man sie vermeiden kann, hauptsache keinen Spaß haben.
Dieser Moment war so überragend und ich hoffe so innig für alle Teilnehmer, dass jeder mindestens in siebenundzwanzig dämliche Fettnäpfchen tritt. Von schönen Tagen am Strand will doch keiner irgendwann mal Geschichten hören.

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Danach sind wir zu dritt ins „Essen Haus“. Ein deutsches Restaurant in Madison.
Scheinbar ein riesen Ding hier. Verkaufen Bier in Stiefeln, aka Das Boot.
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Annette hat folgendes auf Facebook hoch geladen:
Took Julian to the Essen Haus so that he could complain about how un-German it is: „on a scale of one to wrong, this is wrong!“
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Unter dem Bild hat jemand gefragt wie unauthentisch es denn war. Meine Antwort:
„Let’s say you are in Germany and you go out to an American diner and you order a cheese burger and fries. You are really happy about it. But as you walk in you notice that every waiter is wearing cowboy boots and a cowboy hat. There is an obnoxious folk/country band playing way too loud in the corner of the room. Your weirdly dressed „Texan“ waiter can’t even hear you. The whole menu is written in a weird gibberish mixture of German and English, inventing words and shit. So far so good.
So you order some food. Basically going back to the cheeseburger and the fries, that I introduced way top early for whatever reason.
So the fries are seasoned with sugar and cold instead of warm, der burger has some weird ass sauces on top and the bacon got replaced with jam.
I think that’s a good comparison for how unauthentic it was.
But never mind, we had a great time and lots of fun. We enjoyed the hell out of that place.

War trotzdem überragend und lustig.
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War etwas dunkel in dem Schuppen (das war zumindest ziemlich deutsch).
Das Bier war übrigens schal und abgestanden.

So. Es grüßt euch der Hippe und der Hund.
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Peace out.

Letzter Arbeitstag als Schüler/Student

Hatte heute meinen letzte Arbeitstag. Nicht den letzten Collegetag, den habe ich morgen inklusive den zwei finalen Klausuren und einer großen Aufräumaktion.
Haben ein paar Minuten überzogen und sind sogar im Zeitplan mit den zwei Häusern. Die groben Konstruktionen stehen und das Dach ist drauf und winterfest eingewickelt.

War ein erstaunlich angenehmes Gefühl kurz nach Sonnenuntergang als letzter auf dem Dach zu stehen, das letzte Stück Dachpappe fest zu tackern, sich den Rotz aus dem Schnurrbart zu wischen und stolz auf das Tageswerk das Dach und dann das Gerüst ungelenk runter zu kraxeln.

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Vorher hat Jake zwei mal fast die Grätsche gemacht, das war jeweils ziemlich spannend.
War aber eine schöne Eingewöhnung zwei Tage mit Chris zusammen zu arbeiten, da ich ab Januar wohl ziemlich viel mit ihm zusammen arbeiten werde. Er ist auch eine art helfende Hand in der Werkstatt und im Programm im allgemeinen.

Ansonsten bin ich der mieserabelste Plätzchendekorateur (hab das erst mit Ö am Ende geschrieben, war mir irgendwie unsicher, habs gegeoogelt: Korrekt wenn man auf schwedisch schreibt. Zähle ich mal als halben Punkt für mich) auf der nördlichen Halbkugel.

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Das bekommt wahrscheinlich ein Kindergartenkind mit ADS besser auf die Kette als ich. Dafür hatte ich Spaß und klebrige Finger.

Grüße und so

Vegas Baby

Huhu.
Meine Name ist Neumark und wenn ich mich bis nächste Woche nicht gänzlich in den Ruin reite, werde ich ziemlich wahrscheinlich Anfang Februar für ein verlängertes Wochenende nach Las Vegas fliegen.
Und zwar einfach so um auch mal sinnlos durch die Staaten zu fliegen und ordentlich Geld zu verballern.

Hab ja schon erzählt dass das mit dem Job jetzt gesichert ist. Habe heute (und ich hatte damit vorgestern schon angefangen) zwei Stunden Formulare ausgefüllt, Umfragen und Feedbacks beantwortet, Testfragen beantwortet, Videos geschaut, Präsentationen gelesen… Die Liste ist lang.
Alles für den neuen Arbeitgeber.
Aber das ist jetzt alles erledigt.

Habe diese Woche noch College, am Freitag sind die finalen Klausuren dran. Danach ist meine Collegezeit rum. Am Montag fängt dann meine Collegezeit an.
Hihi. Über den Gag habe ich mich gefreut. Collegezeit und Collegezeit. So clever der Kerl.

Fange eigentlich erst am sechsten Januar an dort zu arbeiten, werde aber wahrscheinlich nächsten Montag auch ins College fahren und anfangen die Werkstatt umzuräumen.
Das Werkstattgebäude wird umgestaltet, zwischen den Jahren, das wird spannend. Mal sehen ob wir alles gebacken bekommen.

So genug von heute erzählt.
Zurück zu Vegas.
Hab dann doch etwas ein schlechtes Gewissen.

Also Marijes und Tery haben mich gefragt ob ich nicht am Wochenende des Superbowls nach Vegas zu kommen möchte.
Gesamte Familie wird da sein.
Ich so: „Jup.“ Via SMS.
Im Kopf war das mehr so: „WUAHAOOOAAAHHHUUHHAAAAAOOOIIIIHHAAAAA!“

Die Frage/das Angebot stand schon länger im Raum, hab aber jetzt alles erst mit Job und eventuell Stunden schieben, um freitags schon fliegen zu können, geklärt.
Sollte alles passen, Vinny packe ich mit ein.

Ich such jetzt erst mal nach günstigen Tickets. Drückt mir die Daumen ihr Stinker.

Details gibts bald.

Es grüßt, J aus W

Eh, schon vier Monate hier…

Diesmal erspare ich euch den langen unästhetischen Titel, hänge einfach drei Punkte an ein Wort und bastel den Satz im eigentlichten Blogeintrag zu Ende.

…und dieser unbekannte Haudegen ist schon zum zweiten mal vollkommen unerkenntlich in der Zeitung aufgetaucht.
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Weiß auch nicht wie er das immer wieder schafft. Da stehste einfach irgendwo rum, jemand macht ein Foto von dir und du bist in der Zeitung. Nur ohne Gesicht oder irgendwelche, auf mich zurück zu führenden, Details (außer vielleicht die Schuhe).

Erinnert sich noch wer an meine Schokoladenseite (Rücken, Arsch und Beine) beim arbeiten? Irgendwo ist das Bild in irgendeinem Eintrag versteckt. Also ich erinner mich.

Diesmal sogar in Farbe. Ist schon mindestens einen Monat her. Das übliche „Parken für 20$ um die Ecke vom Stadion“ Spiel.
Eine Reporterin kam vorbei, hat etwas mit uns geschnackt und ein paar Bilder gemacht. Ist die Titelgeschichte der Wochenausgabe des „Isthmus“. Eine kostenlose Zeitung in Madison.

Wissen für umme:
Isthmus ist eine schmales Stück Land, dass eine Wasserfläche trennt. Sowas wie Panama zwischen dem Pazifik und dem Atlantik oder zum Beispiel Madison.
Wissen für ummer vorbei.

Naja auf jeden Fall steh ich da ganz links im Bild rum, im Hintergrund schön das Haus von Maggi und Vinny, halte ein Schild hoch und werde vom Regen durchgespült.
Von links nach rechts: Julian, Maggi, Troy, Schyler (die beiden Mitbewohner).

 

Nadine hatte letztes Wochenende eine große Aufführung mit ihrer Tanzgruppe. Der Nussknacker. War ziemlich goldig, da auch ein Haufen Mädchen die deutlich jünger waren mit rum turnen durften (4 Jahre und aufwärts).
Hab nach der Vorstellung ein schönes Bild gemacht.
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Ansonsten ist das mit dem Job jetzt sicher. Freu mich da schon wie bolle drauf. Hauptsächlich weil meine Aufgabenverteilung spannend klingt und ich alle Lehrkörper und sonstigen Angestellten als unfassbar gute Menschen einstufe.

Auf dem Foto bin ich zwar nicht drauf, aber so ähnlich fühlt sich das an:
Also der Stimmungswechsel von „normal“ zu „woohoooo“
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Das sind übrigens Phil, Dewyn und Francisco.

Zum Abschied gibt es heute Bäume
Adé
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Sonntagmittag, Trainingslager für Prokrastinationsweltmeister

Es ist Sonntag, ich bin ausnahmsweise mal nicht unterwegs, habe nicht irgendwo anders gepennt, keine konkreten Pläne, aber ne Hucke voll zu tun.

Cultural Vistas eine Mitteilung schreiben, dass ich ziemlich sicher einen Job habe, Dokumente einscannen und anhängen.
Diverse offizielle Dokumente und Unterlagen suchen (hoffentlich finden) und ausdrucken.
Meine Notizen für das College nach Wochen mal wieder auf den neusten Stand bringen.
Zimmer aufräumen (ohne scheiß, der Punkt ist notwendig).
Wasserboiler mit Annette instand halten.
Duschen (immer ein guter Punkt).
Jahreszwischenbericht für Cultural Vistas schreiben.
CDs fürs Auto zusammen basteln.

Der Hauptpunkt ist eigentlich der Zwischenbericht. Den Rest der Liste habe ich nur so drumherum gebastelt um mich vor dem Bericht etwas zu drücken. Ist eigentlich halb so wild. Hab den Bericht schon angefangen, macht eigentlich auch Spaß darüber zu schreiben, aber wie das manchmal halt so ist.
Jetzt ist so ziemlich alles auf der Liste abgehakt (bis auf die Schulnotizen und duschen, beides überbewertet) und ich fang sogar einen neuen Blogeintrag an (ohne dass es notwendig wäre),  anstatt endlich diesen Bericht weiter zu schreiben.
Hab sogar vorhin Bilder für den Cultural Vistas Fotowettbewerb ausgesucht, mir komplette Beschreibungen dazu ausgedacht, einfach so.
Eigentlich ist das aber ja doch keine Prokrastination. Bin ja doch auch produktiv, nur nicht prioritätenorientiert.

Nunja. Ich höre jetzt weiter gute Beats von Bennett On, unterwerfe mich meinem Schicksal und mach mit dem Bericht weiter. Hat ja noch Zeit, von daher muss ich das auch nicht in einer Sitzung durchballern.

Da ich gerade kein neues interessantes Bild in der Hinterhand habe, ich aber auch niemand mit purem Gelaber enttäuschen möchte, gibt es zum Abschluss ein Foto von Jackie Chan wie er mit einer Pandamütze Zeitung liest.
Guten Abend.
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Nach dem Konzert ist vor dem Konzert

Ha. Trick. Geht um gar kein Konzert. Diese Woche ist diesbezüglich nichts passiert.
Eigentlich nicht so viel. Normale Woche. College, Minivan durch die gegend spazieren fahren und so kram.
Es gibt aber eine kleine wichtige Information. Es ist schon so ein bisschen in trockenen Tüchern, aber nicht zu hundert Prozent.
Sagen wir es so. Man wickelt ein kleines Kind, also so ein wirklich junge Kind aka Baby, in ein Tuch/Handtuch/Decke/Lappen ein. So richtig eng und fürsorglich, aber irgendwie hängt noch ein kleiner speckiger Fuß unten aus der Ecke raus.
Also so weit ist das ungefähr jetzt mit meinem Job für das zweite Halbjahr am College.
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Gibt noch ein paar Sachen zum Ausfüllen, Reisepass und Formulare fotografieren und so Kram.

Ansonsten für alle die es noch nicht auf Facebook gesehen haben, es ist ja scheinbar Pflicht für jeden der 75 Teilnehmer mindestens einmal hausgemachte Käsespätzle zu kochen. So ein ungeschriebenes Gesetz oder so.
Hab das jetzt auch von der Liste abgehakt. Ist aber ehrlich gesagt nicht auf meinem Mist gewachsen, war Annettes Idee. Fand ich aber gut, macht Spaß und schmeckt ja auch. Ist ja Käse drin.
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Für alle die ein Goldfischgedächtnis haben (und für mich, da ich mich gerne wiederhole): Wisconsin ist Käseland. Score.

Die Häuser, die wir hinter dem Collegegelände auf dem Parkplatz bauen, kommen auch gut voran.
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Unter der Woche einen Weihnachtsbaum aufgestellt und geschmückt. Produktivität ohne Ende diese Woche.
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Haben sogar diese komische Metallstange da hinten im Ecke umwickelt. Richtig weihnachtlich gemütlich jetzt.

Ah. Hab noch was.
Gestern Abend.
Hab mich ja massiv integriert und feier jetzt Football ziemlich.
Und die Green Bay Packers sind jetzt mein Football Werder.
Auf jeden Fall war der Abend verrückt. Die Packers haben gut angefangen, ersten sechs Spiele ungeschlagen, dann auf einmal spontan scheiße. Nichts läuft mehr. Dann das Spiel gestern Abend. Nach der ersten Halbzeit stand es 17-0 oder 20-0 für Detroit.
Gurken sich langsam etwas ran. Dreißig Sekunden vor Schluss stand es auf einmal 23-21 für Detroit.
Letzter Spielzug Green Bay. Zack Quarterback Aaron Rodgers wird umgehauen. Kacke. Spiel fürn Arsch.
Nope. Foul. Zeit ist abgelaufen, haben durch das Foul aber noch einen letzten Spielzug bekommen.
Sozusagen Nachspielzeit der Nachspielzeit.
Und was macht der nette Herr. Schmeißt das Ei einfach mal über 3/4 des Spielfelds. Sein Namensvetter fängt das Ei. Spiel um. Packers gewinnen. Huch.
Vinny und ich hüpfen durch das Wohnzimmer. Das war so ein bisschen ein Jesus Move.
Vergleichbar mit Markus Rosenbergs Tor 2010 in der Champions League Qualifikation gegen Genua. 92. Minute. Zack.
Naja. Kann man hier noch mal nachlesen.
Und Videos vom Footballspiel finden sich bestimmt auf Youtube.
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Nur mal um sie ein Gefühl für die Distanz zu bekommen. Ich glaube ich könnte eine Mandarine ungefähr gar nicht mal halb so weit werfen.

Genug Gefasel. Wochenende rückt näher. Beziehungsweise ist schon da.
Zum Abschied ein kleiner Nachweis wie gut ich mich eingelebt habe und wie ich mich zum Liebling der Massen gemausert habe.
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Eigentlich ist es zu früh um die „Hey, ich habe gerade keine Idee für einen ansprechenden Titel“ Karte zu spielen. Aber wenn ich das früh erledige fällt es später vielleicht keinem auf, wenn ich das noch mal mache.

So, ich hatte eigentlich schon eine gute Einleitung im Kopf. Dann ist das mit dem Titel für den Beitrag aber etwas ausgeartet und schon habe ich meine gute Einleitung vergessen. Mein Hirn ist zu solchen Balanceakten morgens um halb acht noch nicht in der Lage.

Also. Chronologie. Der letzte Eintrag war von vor ziemlich exakt einer Woche.
Hatte Montag und Dienstag College, dann langes Thanksgivingwochenende.
Dienstag wurde Johns (einer der Lehrer) Geburtstag vorgefeiert:
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Kuchen mit einem rostigen Spachtel anschneiden. Ich fühle mich wirklich unfassbar wohl in meinen Kursen. Arbeiten immer noch daran die finanziellen Aspekte zu klären, um mich dort ab Januar weiter zu beschäftigen. So als helfende Hand/Aushilfslehrer/Werkstattaufräumer usw.

Dienstagabend dann seit langem mal wieder Pianobar, aber nicht allzu lang. Halb Madison hatte am Mittwoch auch frei, also war die Bude vollkommen überfüllt. Dann doch  eher Gyros essen gehen, nachhause und auf der Couch noch etwas rumhängen.
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Donnerstag, Thanksgiving, Whoop Whoop.
Also sah wie folgt aus:
Es kam eigentlich nur der eher etwas spezielle Teil der Familie zu Besuch, es gab eine Art Buffet (es wurden Sachen mitgebracht) und jeder konnte sich nehmen was er/sie wollte.
Haben uns dann nach unten zurück gezogen und Football geschaut, bis sich der Sturm etwas gelegt hat. War also eher ein normaler Sonntag als ein spezieller Feiertag. War trotzdem sehr schön. Haben dann noch bis in die Nacht alle auf der Couch rumgeflätzt, gewürfelt und über Football gejammert.

Am nächsten Morgen die Hühner gesattelt. Menschen, Nahrung und Kleidung ins Auto gepuzzelt und mal wieder in die Dells.
Das gesamte Wochenende. Mit der gesamten Familie. Also die andere Seite der Familie, Annettes Seite.

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Also über die Lage kann man sich echt nicht beschweren.
Hatte eine komplette Blockhütte gemietet, von Freitag bis Sonntag. Lag direkt an einem kleinen See und die Miete hat den Eintritt in einen Wasserparkt mit gedeckt, war auch ein kleines nettes Gimmick.
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Wasserparktthema: Kalahari. Handtücher als Elefanten. Da hat sich jemand mal was einfallen lassen.

Das Wochenende sah ungefähr wie folgt aus:
Essen, Wein, Brettspiele, Outletläden, Wasserpark, überragendes Essen, Carter beim rumhumpeln helfen.
Ich glaube viel mehr muss man an einem Wochenende nicht verbessern.
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Und zum Abschluss die obligatorischen Gruppenfotos:
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Dieser schwarze Rand ist kein Filter oder etwas in der Art. Das Kameralunsenschutzwegschiebeteil öffnet sich nur in letzter Zeit eher behäbig und manchmal vergisst man es das zu kontrollieren. Ende vom Lied: Instagram für umme.

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Sonntag dann nachhause, von Marshall aus weiter Richtung Beloit. Bei Chloe rumgehangen und wieder weiter Richtung Palatine.
Tiny Moving Parts (die Jungs mit dem Midwest Shirt das jetzt hier zum Headerbild wurde und gleichzeitig auch das Zitat direkt darüber), Jeff Rosenstock, PUP und Modern Baseball.
Alles an einem Abend. Da bleibt kaum ein Wunsch offen.
Außer dass man etwas zu spät kommt und Tiny Moving Parts zu dreiviertel verpasst, das war etwas bitter, aber konnte den Abend nicht wirklich schmälern.
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Dann wieder eine ordentliche Runde mit dem Minivan rumgedüst, etwas Schlaf gesammelt, jetzt sitz ich hier, mittlerweile ebbs nach acht, tippe wie ein Wilder auf der Tastatur rum, nicke zum Takt und hab gerade den grandiosen Einfall wie ich den Eintrag abschließen kann.

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Was macht man so an einem Sonntagnachmittag in Wisonsin?

Eine Möglichkeit ist nach Janesville zu fahren.
Dort in eine Bar zu gehen um in Ruhe (und Wärme) das Packers Spiel zu schauen.
Ein Bier bestellen, sich mit Menschen unterhalten, plötzlich wieder draußen in der Kälte stehen, in der Hand ein tiefgefrohrener Truthahn.
Man macht drei elegante Schritte auf dem Asphalt des Bürgersteigs. Schwingt den Arm in einer fließenden Bewegung von hinter dem Rücken an der Hüfte vorbei, gibt dem freundlichen Truthahn noch liebe Grüße mit auf den Weg, zieht ein Bein quer über den Asphalt und kegelt die Hölle aus dem Truthahn.
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Peng. Strike.
Am Ende der spontanen und lokalen Truthahnkegelweltmeisterschaft, waren ja Teilnehmer von verschiedenen Kontinenten anwesend, wurde ich stolzer Dritter in einer Konkurenz von sieben Mitkeglern.
Da war ich direkt mal mächtig stolz.
Und meine Hand eiskalt und schmierig.

Der Truthahn hat nämlich leider durch das ganze Rumkugeln auf dem Boden erst sein Tragenetz und dann auch noch seine Plastikverpackung verloren.
So ein eiskalter schmieriger Truthahn, nicht das schönste Gefühl der Welt.
War trotzalledem unfassbar amüsant.

Beste Grüße,
es grüßt der Truthahnkegelweltmeister der Herzen
und die zwei Typen.
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Roadconstruction season is over

Habe irgendwann mal erwähnt, dass es in Wisconsin zwei Jahreszeiten gibt.
Winter & Roadconstruction.
Roadconstruction ist hiermit vorbei.

 

Kurze Rekapitulation in Bildern:

Freitag, früh morgens, Sonnenaufgang:

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Freitag, morgens nach kurzem Powernap, ungefähr 8:30 Uhr:
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Freitag, gegen Abend, ungefähr 19:00 Uhr:
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Es fängt langsam an. Leichter Schneeregen, nicht so spektakulär, aber die Blizzardwarnung war raus. Vinny hat es, auch wenn es nicht so aussieht, schon etwas gefreut:
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Samstagmorgen, ungefähr 8:15 Uhr:
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Ich hab aus dem Fenster geschaut, mich gefreut, dicke Stiefel angezogen, meine Kameras eingepackt und bin raus. Direkt versunken:
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Also Ergebnis: Winter ist da, mal sehen wir lang das so anhält. Ist aber noch nicht wirklich kalt.

Unter der Woche haben wir die Mittagspause sinnvoll genutzt und eine Runde: „Fragt Julian alles was ihr wollt“ gespielt:
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Vorher waren wir aber natürlich ein produktiver Kurs

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Kurzer Anekdote zum Abschied:
War Donnerstagabend in einer Bar in Janesville, mich mit zwei Feuerwehrmännern unterhalten und einer von ihnen, Jake, war der festen Überzeugung ich würde aussehen wie Andre 3000 von Outkast:
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Das Urteil bleibt der Mehrheit überlassen.

„Eh Julian was machst du am Wochenende?“ „Nüscht“ „Ok, wir gehen Wasserrutschen fahren!“

So oder so ähnlich hat sich ein Gespräch zwischen mir und Kat am Donnerstag nach dem Unterricht angehört. Mit Kat war ich auf den durchgedrehten Konzerten.
Sie hat dann ihren Freund, Clarke, und dessen Schwester, Chloe, überzeugt und ein Zimmer gebucht.
Samstagmittag: Auf gehts in die Dells.
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Ist eine Region um einen Ort namens Wisconsin Dells, ungefähr 2000 Einwohner aber vier oder fünf riesig$e Wasserparks, diverse Freizeitparks, unzählige Hotels und Motels, Minigolfbahnen, umgedrehte Häuser….alles.

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Ein riesiges Familienparadies. Zufällig an diesem Wochenende auch eine Bodybuilderveranstaltung. Also sah das Bild so aus:
Kleine Kinder und Jugendliche, Eltern, aufgepumpte Bodybuilder und wir:
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War ein interessantes Bild.
Sind direkt nach der Ankunft am Hotel noch mal durch die Dells gefahren, da wir noch etwas Zeit hatten bis wir ins Zimmer konnten.

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Eine große Kiste sind auch die sogenannten Ducks. Irgendjemand hat vor langer Zeit eine kleine Armada von Amphibienfahrzeugen der Armee abgeluchst oder abgekauft und damit werden jetzt Touren durch die Flüsse und Schluchten angeboten.
So etwas wie das „Wahrzeichen“ der Dells.

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SMS kam, Zimmer ist fertig. Go!
„Schnell“ mit fünfzehn mal verfahren und Karte falsch lesen den Eingang zu unserem Zimmer gefunden. Der Hotelkomplex ist riesig und war noch nicht mal das größte Hotel dort. Alles nach oben geschleppt, umgezogen und zum ersten, des in drei Teile aufgeteilten (unzufrieden mit dem doppelten teilen, hab aber spontan keine Alternative) Wasserparks getigert.
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Das war dann auch unsere Beschäftigung. Rutschen rutschen, Wellenbad, Hottub, zurück ins Zimmer für Snacks und Bier. In die nächste Abteilung und das dann alles unendlich oft wiederholt.

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Bis der Park abends dicht macht. Sonntag dann wieder von vorne bis zur Abfahrt gegen ein Uhr mittags.

Zum Abschied auf dem Parkplatz noch ein Ständchen gespielt und dann wieder Richtung Madison gefahren.
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Ist auch gar nicht so weit weg. Ungefähr eine Stunde Fahrt.

Tausend dank an die drei Ganoven für die Einladung. War überragend.
Bis die Tage.
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