Hallo Metrisches System, ich hab dich vermisst!
11. Oktober 2015
„You must be 21 to enter- show us your ID“.
Alle die im Gegensatz zu mir keine 5 in Mathe hatten, können das jetzt natürlich ohne Probleme im Kopf nachrechnen. Ja ich bin schon über 21. Seit September sogar 22. Warum fängt also mein Artikel so an? Hab ich etwa meinen Ausweis daheim liegen lassen und bin nicht auf eine Party gekommen? Ausweis verloren? Verkauft?
Ich hab mich sooo auf ein bisschen Heimat gefreut. Und wenn es nur das naheliegende Oktoberfest in Bellingham war. Kein Vergleich zu München, aber doch Deutsch. Heimat. Bier. Naja, wie ihr euch jetzt vielleicht schon denken könnt, haben wir das Ganze nicht von innen zu Gesicht bekommen. Mir doch egal, wird eh total überbewertet und ich wollte da sowieso nicht rein.
An sich könnte man sagen wir haben noch ein kleines „Küken“ in der Gruppe. Unser lieber Broti ist nämlich noch 20. Das heißt kein Alkohol. Haben wir uns ja eigentlich schon vorher gedacht und ihn deshalb zum Fahrer erkoren. Die ganze Vorbereitung und Planung nützt jedoch nichts, wenn jemand (Broti) nicht in das Festzelt rein darf.
Fahrer alleine draußen warten lassen? Nein, so herzlos sind wir ja auch wieder nicht. Na schön, wir hatten einen guten Tag. Spontan und flexibel wie wir eben sind, wollten wir dann was Essen gehen. Brauch man ja keine 21 für sein. Also, haben wir gedacht. Wir sind dann in eine amerikanische Restaurantkette gefahren- den Namen werde ich jetzt nicht nennen- die Kette hat einen Apfel als Logo und endet mit dem englischen Wort für Biene. (Mama bevor du dich jetzt verrückt machst es ist Appelbee´s. Kennst du wahrscheinlich nicht).
Von der Kellnerin nett begrüßt, zum Tisch geführt, nach ID (Ausweis) gefragt. Wie jetzt? Es war zwar schon etwas später aber Hallo?? Restaurant? ID? Amerika, wie soll ich dich denn je verstehen? Ok, wir wurden in den Bar Bereich gesetzt. Da darf der liebe u21 Jährige nur noch nicht hin. Dann eben wieder aufstehen und Tisch wechseln. Damit der liebe Broti erst gar nicht in Versuchung geführt wird. Habe unsere Flucht vor dem Alkohol durch das Restaurant mal aufgezeichnet.
Puuuhhh, zum Glück sieht man von hier aus die Bar nicht mehr. Quasi aus den Augen aus dem Sinn. Naja,…. zumindest so lange bis die Alkoholischen Getränke von Basti und mir an den Tisch kamen. Das ist nämlich in Ordnung außerhalb des Barbereichs. In der Familienecke. Bei den kleinen Kindern. Die zwar nachts um zwölf nicht da waren, aber es geht ums Prinzip. Safty first!! Brotis Gesicht war herrlich an dem Abend. Das lasse ich jetzt mal so stehen.
Meter? Kilometer? Grad Celsius? Ich habe es in den letzten zwei Monaten schon etwas vermisst. Das Metrische System.
Nach dem sehr ….ähm ja… erfolgreichen Abend, begaben wir uns auf die abenteuerliche Reise über die Grenze in das weit entfernte Kanada. Kannada- wenn ich daheim über die Ahornblattnation nachgedacht habe, war es so ewig weit weg. Am anderen Ende der Welt eben. Und genau da ist die kleine Maggi jetzt. In der großen weiten Welt- ich fasse es immer noch nicht ganz. Wie ein Traum. Weckt mich mal bitte jemand auf?
Wir haben heute auch festgestellt, dass die meisten Bilder von unseren Ausflügen im „Wald“ aufgenommen wurden. Nicht das es nötig wäre hinzuzufügen, aber es ist jedes Mal ein anderer, versprochen!
Der Herbst hat angefangen und färbt alles in Orange, Gelb, Rot. Ich habe mich Hals über Kopf in diese unbeschreibliche Landschaft verliebt. Wenn der Nebel durch die Bäume zieht- das Bild werde ich wohl nie wieder vergessen. Einfach unbeschreiblich.
Aber bevor ihr jetzt denkt ich hätte mich total verändert… ich liebe zwar die Natur- sie mich jedoch nicht so ganz… also könnte man meinen. Vom ganzen Regen mal abgesehen. Wir waren wieder wandern. Yeah wandern. Ist ja nicht so dass ich schon genügend Probleme habe über gerade Oberflächen zu laufen, nein. Wurzeln die aus dem Boden kommen- total geil!
Brauche ich das jetzt noch weiter ausführen? Nein? Ja? Für alle die es sich schon denken können, aber dennoch hören wollen. Ich hab mich schön eingesaut. Ausgerutscht- Hose voll Schlamm. Klingt ganz nach mir? Find ich auch.
Ist ja nicht so dass wir den ganzen Tag in Vancouver verbringen wollten. Schnell auf die Toilette gerannt, das Schlimmste beseitigt und weiter.
Vancouver ist eine echt schöne Stadt. Trotz des Regens haben wir uns die typischen Touristen Sachen angeguckt und waren etwas shoppen. Macarons, Obst, Sushi. Ich hätte den ganzen Tag im Public Market verbringen könne.Tja was soll ich sagen: I.love.food.




