Monat: Dezember 2015

WE WISH YOU A MERRY CHRISTMAS

P1050852Zwar habe ich Weihnachten nicht mehr in Hawaii gefeiert, allerdings sind das die einzigen Weihnachtlichen Fotos die ich im Moment hab. Hatte keine Kamera dabei, war zu faul oder hab es einfach schlichtweg vergessen. Aber ist ja auch egal- die Bilder mit Palmen sind mir sowieso viel lieber.

Ehrlich gesagt hatte ich vor Weihnachten am meisten Angst. Ich dachte mich würde in dieser Zeit das Heimweh packen und naja, ich würde nicht sagen das es toll oder einfach war mit den lieben daheim zu skypen und zu wissen das man dieses Jahr nicht mit am Tisch sitzen wird. Allerdings habe ich wahrscheinlich mit Abstand die tollsten Hostparents die man sich wünschen kann. Ich fühle mich hier in Washington von Tag zu Tag wohler. Nein, ich vergesse natürlich nicht wo ich herkomme, aber ich hab hier wirklich ein zweites zu Hause gefunden. Aber fangen wir doch mal von vorne an.

Am 24. Habe ich nach dem Aufstehen erstmal mit meiner Familie geskypt, was ehrlich gesagt mehr als seltsam war, denn Weihnachten war daheim ja schon fast wieder rum. Es war schon ein komisches Gefühl bei dem gewohnten Ablauf zu fehlen. Man musste ganz genau was jetzt als nächstes kommen ddwürde, aber man war eben nicht Teil davon. Aber bevor ich ins Grübeln oder Traurig sein verfallen konnte, begann für mich der eigentliche Weihnachtsmarathon. Allison kochte Glühwein und ich musste mich auch schon für die Kirche fertig machen. Diesmal ging ich mit Todd in die Kirche (Allison und er besuchen unterschiedliche). In Todds Kirche ist es eher etwas ungezwungener als bei Allison. Bei ihr singt
ein Chor und alles ist ziemlich strickt durchgeplant. Bei Todd hingegen wird sowohl aus der Bibel, als auch aus dem Koran vorgelesen. Die Gemeinde ist daher ziemlich bunt gemischt, was das alles ziemlich interessant macht.  Nach der Kirche trafen wir uns mit Allison in einem Restaurant zum Essen. Im Gegensatz zu daheim würde hier niemand auf die Idee kommen sich für Heilig Abend schick anzuziehen. Da sitzt dann eben mal einer im Seahawks Shirt neben dir. Warum auch nicht. So mit anziehen haben es die meisten Amis ja eh nicht. Nein wirklich- Jogginghose und Schalbbershirt gehört hier zum Standard und nicht nur beim einkaufen bei WALMART.

Ganz traditionell wurden am nächsten Morgen die Geschenke geöffnet. Ich kann mich wirklich sehr glücklich schätzen dass ich hier „gelandet“ bin. Es gab viele tolle Geschenke, Schokolade und noch mehr Glühwein. Während Todd dann in der Küche stand um den Truthahn zuzubereiten, saßen Allison und ich auf der Couch, jeder mit einer Tasse Wein in der Hand, und sahen Christmasmovies. Ich würde mal so behaupten, ich kenne jetzt jeden Weihnachtsfilm seit den 50er Jahren. Es war zwar alles in allem ein ziemlich ruhiges Weihnachtsfest, aber trotzdem sehr sehr schön.

Am nächsten Tag sind wir dann noch mit Allisons Teil der Familie essen gewesen. Hier wurden ebenfalls Geschenke verteilt, allerdings eher eine Mischung aus Schrottwischteln und klauen.  Gefällt dir dein Geschenk nicht, kannst du eines deiner Mitspieler klauen. Das Ganze war ein ziemliches hin und her, aber verdammt lustig. Und wie es sich für den ersten Weihnachtsfeiertag gehört, zumindest für mich, ging es an diesem Abend raus, feiern. Basti und Broti kamen dafür extra nach Bellingham. Amerikaner im Club, also das ist wirklich eine Wissenschaft für sich- macht aber auch verdammt viel Spaß!

Bis Silvester vertreib ich mir jetzt noch etwas die Zeit, bevor es dann am Mittwoch nach San Fransisco geht. Ich freue mich wirklich riesig darauf Jesse wieder zu sehen.  Falls ich jemanden vergessen haben sollte eine SMS, E-Mail oder irgendwas zu schreiben:

Ich hoffe ihr hattet ein schönes Weihnachtsfest!!!

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aloha

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Mit vier Kilo Nudeln, fünf Packungen Toast, Reis und Müsliriegeln standen wir am Flughafen. Eben das was man so braucht wenn man Urlaub auf Hawaii macht. Badehose? Völlig überbewertet! Wer braucht schon ein teures Hotel im Paradise, wenn man sich selbst verpflegen kann? Das ganze macht dann allerdings beim Kofferpacken nicht ganz so viel Spaß. Aber scheiß drauf, Hawaii ist nur einmal im Jahr- oder vielleicht sogar nur einmal im Leben?!

Die Vorfreude war natürlich riesig. Hawaii!! Honolulu!! Wahnsinn. Endlos weiße Sandstrände, türkisfarbenes Wasser. Die hübschen Surferboys natürlich nicht zu vergessen. Allerdings musste ich noch etwas länger von meinem Adonis träumen. Bin ja bekanntlich nicht so die Person die Glück hat. Natürlich auch nicht wenn ich nach Hawaii fliegen will. Der Flug verzögert sich über eine Stunde, weil erst mal Reife gewechselt werden müssen. Ernsthaft? Reifenwechsel beim Flugzeug? Jetzt? War ja fast klar dass es nicht ohne Zwischenfälle ins Paradise geht. Hatte allerdings gedacht dass das viele Essen Probleme machen würde. Damit konnte ja wirklich keiner rechnen. Generell ich und das Thema Flughzeug. Auf dem Rückflug hat sich auch jemand noch übergeben, aber das ist eine andere Geschichte. Wollte euch nur mal zeigen dass ich es mir eben nicht einbilde. Bin wirklich ein Pechvogel! Aber irgendwann war es dann so weit- Wir landeten in Hawaii.

Ich beantworte erstmal die Frage von der ich weiß das sie euch am brennendsten Interessiert. Nein- ich habe mich nicht verbannt. Unglaublich oder? Bin selbst noch total von den Socken. Erst recht bei den vielen Möglichkeiten. Aber gibt ja Kinder Sonnencreme 50+. Was würde ich nur ohne dich machen?

An unserem ersten Morgen ging es auch direkt schon mal an einen der vielen weißen Sandstrände, Schnorcheln. Die Sonne scheint, das Wasser ist warm und abends gibt es hausgemachte Nuddeln mit Käsesoße. Was will man mehr?

Meine sonst so pessimistische Grundeinstellung hatte sich durch das Klima und den locker fröhlichen hawaiianischen Lifestyle geändert- ich konnte plötzlich tatsächlich verstehen warum Menschen auch mal gute Laune haben konnten. Vielleicht ist das Leben ja gar nicht so blöd? Ich bin kein Pechvogel der sich bei jeder Gelegenheit blamiert und auf den Boden legt. Das Leben ist toll- ich hab es nur nie erkannt!!! Voller Euphorie konnte mich also nix stoppen. Garnix. Nix und wieder nix. Null. Zero. Nada. Naja …. Hätte mir eigentlich denken können das diese „Glücklich sein“ Phase nicht lange anhält. Ich musste es ja auch wieder direkt übertreiben. Irgendjemand kam auf die glorreiche Idee Stand Up Paddel Boards zu mieten. Die mürrische Maggi hätte natürlich nein gesagt, aber die gutgelaunte, die hawaiianische Maggi war natürlich direkt dabei. Ich hab mal die erfolgreichsten Bilder zusammengefasst:

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Also links das bin ich im Wasser. In der Mitte bin ich im Wasser und schwimme wieder zu meinem Brett. Und rechts, ja das bin ich im Wasser als ich vom Board gefallen bin. „Das ist total easy Maggi, einfach die Beine durchstrecken, das Gleichgewicht halten, das Paddel fest halten, eine quadratische Gleichung lösen… EASY! Zum Glück hat mich mein Adonis Surfer Boy nicht gesehen. Oder vielleicht doch und er ist weg gerannt? Kann es ihm nicht verübeln nach der Nummer.

Aber geben wir der fröhlich gutgelaunten Maggi noch eine Chance. Das Glück war allerdings von kurzer Dauer als wir wieder yeeeahhhh wandern gehen wollten. Auf einen Berg. Aber hey, ich bin ja im Urlaub- ich bin gut gelaunt und die euphorische Maggi macht das mit.  Nach den vielen Treppenstufen und dem steilen Weg nach oben hätte sich die Aussicht auch gelohnt. Aber der netten Maggi wird es ja nicht leicht gemacht. Kaum oben angekommen, fängt es an zu regnen… Story of my Life! Das kann doch nicht dein ernst sein? Und da war sie dann wieder- die mürrische Magdalena. Ich also in bester Laune im tropischen Regen den Berg wieder runtergekragselt.

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Aber so schnell geb ich ja nicht auf. Am nächsten Tag sind wir mit dem Auto los. Unser Ziel war nix anderes als ein Surf Wettkampf der zu dem Zeitpunkt auf Hawaii stattfand. Kein geringerer als die Billabong Pipe Masters Ich könnte jetzt natürlich behaupten ich wüsste was das ist, allerdings hab ich davon vorher noch nie gehört. War aber ein riesen Event. Große Firmen wie Billabong, Vans, etc waren vertreten.

Da waren sie also meine Surferboys. Auf dem Weg dahin gab es noch frische Kokosmilch. Also besser hätte der Tag wirklich nicht anfangen können. Schlechte Laune auf Hawaii ist quasi unmöglich. Der Wettkampf war der Wahnsinn. So hohe Wellen hab ich in meinem ganzen Leben noch nicht gesehen. Schnell noch mit T-Shirt und Stickern bewaffnet und ab an den Strand. Da musste ich auch mal an meine Jungs daheim denken. Die hätten das ganze noch etwas mehr würdigen können als ich. Hab ja keine Ahnung von sowas-sieht halt gut aus.

Die anderen hatten nach dem Tag das Surf Fieber gepackt- nach meinem kläglichen Versuch auf dem Paddelboard war ich allerdings nicht so begeistert mich wieder auf so ein Ding zu stellen. Hab stattdessen den Tag am Strand verbracht. Könnte also auch schlimmer sein.

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Wir haben dann noch versucht so viel wie Möglich von der Insel zu sehen. Broti und ich sind dann auch noch bei diesem Wasserfall schwimmen gewesen. Die Insel, obwohl es eine der größeren ist und somit die meisten Touris hat, ist einfach wunder wunder schön! Es ist wirklich wie im Paradiese!

An unserem letzten Tag sind wir mit Koffer (und viel weniger Essen im Gepäck) bewaffnet Richtung Flughafen, mit der Annahme das unser Flug um 6 nach Hause geht. Dort angekommen, staunten wir dann nicht schlecht als wir raus fanden das wir einen Nachtflug gebucht hatten. Abflug Nachts um 12. Guuut macht ja nix, ist ja auch erst 11 Uhr früh. (Wie kann das denn bitte 4 Personen entgehen?) Pearl Harbour war auch noch auf unserer To-Do Liste, also keine Panik. Wir also unser Gepäck aufgegeben, den Hafen angeguckt und das Museum. Muss mir jetzt natürlich erst mal wieder den Film angucken. Ist ja schon fast Pflicht.

Wir waren trotzdem viel zu früh am Flughafen, trotz Sightseeing und Essen. Geschlagene 6 Stunden. Leider hatte es auch wieder angefangen zu regnen, deshalb war auch nix mit an den Strand legen. Ich hab trotzdem entspannt. Kennt ihr diese Massagesessel die in den Flughäfen stehen? Die bei denen man sich fragt welcher Idiot bezahlt bitte für sowas? Tja, ich bin so ein Idiot. Völlig durchgeknetet und tiefen entspannt bin ich dann in den Flieger.

Fun Fact: An dem tag kam auch niemand geringeres als der Präsident der Vereinigten Staaten zum Heimaturlaub. Richtig gehört- Obama. Ich hab ihn zwar nicht gesehen, kann aber jetzt behaupten im selben Staat mit ihm gewesen zu sein. Toll.

Die Woche ging natürlich viel zu schnell zu Ende…. An sich hatte ich mir auch vorgenommen die mürrische Maggi noch ein kleines bisschen länger zu ignorieren. Als ich dann allerdings in Shorts und Flipp Flops in Washington am Flughafen stand hätte ich die allerdings am liebsten wieder begrüßt! Wieso hab ich nochmal alle meine Sachen beim Check In aufgegeben? Ach ja, ich war zu faul. Dann eben bei minus Graden wieder Richtung Auto- als hätte ich den Wink gebraucht, aber wir waren wirklich nicht mehr in Hawaii.

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Video #2 von Timon Tyzler unter: Hawaii December ‘15

ganz im zeichen der kunst

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Unter diesem Motto stand mein letzter Ausflug nach Seattle- eigentlich eher unbeabsichtigt. Aber der Reihe nach. Es stand wieder ein Ausflug mit dem College an. Ziel diesmal: Seattle. Und wie es sich eben für die Stadt im Evergreen State gehört, hat es ununterbrochen geregnet. Keine allzu schönen Aussichten um eine Stadt zu erkunden. Deshalb verzog ich mich auch erstmal nach der Ankunft zu meinem guten alten Freund dem Starbucks. Hier ist es schön warm und vor allem eins: Trocken!! Nach einer gewissen Zeit wird aber Kaffee trinken und Leute beobachten auch langweilig. Erst recht wenn man noch 5 Stunden Zeit hat bis der Bus einen wieder Richtung Heimat fährt. Aber auf meinen Starbucks ist Verlass! Gerade in dem Moment wo ich mit mir selber gerungen hab raus in den Regen zu gehen- meine Rettung. Eine Hip Hop Soul Band fängt an zu spielen. Das kann doch kein Zufall sein- da meint es jemand aber wirklich gut mit mir. Also schnell nochmal nachfüllen lassen und ab unter die Leute mischen. (Bin ja schließlich mittlerweile beim Gold-Leven angekommen. Geht glaube ich auch nicht anders wenn an jeder Ecke ein Starbucks ist)

An sich fand ich die Musik echt gut. Mal ein bisschen mehr Rap, mal ein bisschen mehr Soul und natürlich den Breakdance nicht vergessen. Gibt auch schlimmere Möglichkeiten sich die Zeit zu vertreiben. Und das auch noch umsonst.

An sich hatte ich immer noch keine Lust draußen im Regen rumzulaufen. Zum Glück war das EMP Museum nicht weit weg. Und ganz ehrlich- ich habe selten so ein cooles Museum gesehen. Sorry aber das war der Shit! Das komplette Museum dreht sich um Musik, Film und Games. Von Nirvana über Hello Kitty bis hin zu Psycho von Alfred Alfred Hitchcock. Alleine der Eingang war schon der Wahnsinn. Eine Reihe von Star Wars Stormtroopern und Darth Vader Masken. Hier könnte es mir gefallen! Das Museum ist an sich in verschiedene Teile untergliedert:

  1. Musik:

Besonders interessant, die Geschichte von Musikern aus Seattle wie Nirvana und Jimmi Hendrix.

Besonders der Nirvana Teil würde jeden Fan durchdrehen lassen. Bemalte Gitarren und Shirts, mal ganz abgesehen von den Dokumentarfilmen. Ich habs gefeiert.

Auf der anderen Seite ein kompletter Akustikraum. Alle möglichen DJ Pulte und Instrumente in Aufnahmestudios. So kann eben jeder Mal sein Talent unter Beweis stellen. Am lustigsten ist es wenn du mit wildfremde Leuten an einem Pult stehst und versuchst durch Knöpfe drücken ein Lied zu kompositionieren. Da merkt man auch mal wer soetwas wie musikalisches Talent hat und wer nicht. Ich mit meiner langjährigen Erfahrungen in Klarinette und Saxophon gehöre natürlich eindeutig zur ersten Kategorie. Nicht. Kann ja nicht mal Noten lesen. Deshalb schnell zum Bereich 2

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2. Games

Also ganz ehrlich, so stelle ich mir auch die Games Com vor. Überall Fernseher und Konsolen. Menschen die über Leinwände verschiedene Spiele spielen. Von X-Box, Playstation bis hin zur Wii. Hier hab ich auch einige aus meiner Gruppe wieder getroffen.

Natürlich gab es dazu noch reichlich Informationen über Game Design, Spieleentwicklung und und und. Macht natürlich nicht so viel Spaß wie das Spiel an sich aber ist ja nicht schlecht mal gehört zu haben.

3. Film

Ich war noch nie der große Horror Film Gucker. Zugegeben „the Ring“ war für mich schon der absolute Horror. Hab es danach auch sein lassen. Ich wusste ja nicht das das nur ein Remake von einem japanischen Film war. Hallo Albträume- ich kann heute Nacht aber sowas von nicht schlafen! Ich hab mir zwar nur die Dokus über die ganzen Horrorfilme angeguckt, aber in diesem dunklen Raum mit diesen ekelhaften schaurigen Geräuschen und Schreien und Kostümen – ne brauch ich nicht nochmal. Natürlich war es Interessant den ganzen Kram hinter den Kulissen zu sehen (ja, ich weiß da stirbt niemand wirklich, das sind Schauspieler blablabla) brauche trotzdem keine aufgeschnittenen Gummibeine zu sehen. Es sieht ja nämlich doch echt aus im Film. Wie hat Eli Roth so schön gesagt: Einem Horrorfilm Produzenten kann man kein größeres Kompliment machen als zu sagen man hat den Film nicht gesehen. Um von den ganzen Masken und Schreien wieder abzulenken schnell in die nächste Abteilung

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Das war auch nichts Geringeres als das

4.Rosarote Glitzer Wunderland von Hello Kitty

Mehr Rosa geht nicht. Die Marke an sich kennt glaube ich jeder. Ich meine, die hat mittlerweile ja sogar einen eigenen Vergnügungspark. Hier einen lieben Gruß an Sophie: Auch wenn du jetzt Heavy Metall hörst, ich kann mich noch sehr gut an deine Hello Kitty Gürtelschnalle erinnern!! Die Geschichte die hinter einer solchen Marke steckt mal zu hören, war wirklich Interessant. Erst recht wenn man mit einer Gruppe Japanischen Austauschstudenten unterwegs ist.

Mal kurz auf die Uhr geguckt, nur um dann festzustellen das die Zeit vorne und hinten nicht reicht. Wo sind denn meine 5 Stunden geblieben? Hab ich echt den ganzen Nachmittag hier verbracht? Bevor es dann zum Bus geht aber noch schnell die Doku über die Seahwaks und ihren Super Bowl Gewinn angeguckt- ein MUSS hier in Seattle- und schon ging es wieder heim. Wenn der Tag sich nicht mal gelohnt hat!

winter is coming

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Ich warte zwar noch sehnlichst auf mein schneebedecktes Winter Wunderland, allerdings bringen die vielen Lichter einen trotzdem in Weihnachtstimmung. Und die Weihnachtsbäume. Und die Zuckerstangen die es hier an jeder Ecke zu finden gibt. Und zu meinem großen Leid, die Weihnachtsmusik die hier rauf und runter läuft.  Die Amerikaner kennen glaube ich wirklich keinen Mittelweg- alles ist direkt so Exorbitant. Uhhhh Fremdwort. Wenn sie was machen, dann richtig! Eben das Land der Superlative. Aber darum geht es mir jetzt eigentlich nicht.

Nach Thanksgiving ist vor Thanksgiving. Das Essen hört hier wirklich nicht auf. Kaum hat sich mein Magen erholt, stand Carols Geburtstag an (Todds Schwester). Ich hatte Sie ja schon bereits an Thanksgiving kennengelernt und sie und ihr Mann wohnen auch nicht weit weg. In Seattle.

Kurze Unterbrechung weil ich das richtig Interessant finde: Carol war eine der ersten 500 Mitarbeiter von Microsoft. Boar Microsoft. Bill Gates. Unglaublich. Die Geschichten über diese Firma in den Anfängen zu hören war echt einmalig. Von Mitarbeitern die auf den Fluren schliefen bis hin zu Bergen von totgeschriebenen Tastaturen. Ich hab mich in San Fransisco schon so über Google gefreut aber jetzt noch das- Wahnsinn!

Gefeiert wurde in einem kleinen Restaurant das Carols Mann gemietet hatte. Richtig schön. An sich war der Geburtstag wie jeder andere auch: Wein, Buffet, Wein, Kuchen, Wein. War für mich ein sehr erfolgreicher Abend. Gibt doch nix besseres als halb angetrunken Torte zu Essen.

Am Dienstag war ich auf meiner/meinem (keine Ahnung) ersten Trivia. Zur Aufklärung:

Trivia und Varia (Pluraliatantum) sind Bezeichnungen für belanglose Informationen oder Wissen, das nur in weiterem Sinne mit einer konkreten Thematik zu tun hat. Triviabedeutet etwa „wissenswerte Kleinigkeiten“, „dies und das“, manchmal auch „Kurioses“ oder „Kuriositäten“. Varia bedeutet wörtlich „Verschiedenes“.

Kurz und knapp: Unnötiges Wissen! Josh auf meinem Marketing Kurs hat mich dazu eingeladen. Kurze Panik- Bist du schon bereit dich als dumme Deutsche zu outen die nichts weiß? Mhm…. Nach fünf Minuten allerdings Entwarnung: Alle anderen waren genauso „dumm“ wie ich. Bei den Fragen aber auch kein Wunder.

  • Wie viele Yards ist Spieler X bei dem Seahawks Spiel gelaufen?
  • In welchen Film spielten Schaupsieler XYZ im Jahr 1995?
  • Aus welchem Song stammen folgende Lyrics?
  • Und und und

Ich war schlecht. Es hat trotzdem viel Spaß gemacht. Werde ich jetzt wohl öfter machen.

Nach unserem Marketing Kurs am nächsten Abend sind Josh und ich dann noch mexikanisch Essen gewesen. Also das werde ich definitiv in good old Germany vermissen. Josh hat mir aber schon versprochen Pakete mit Essen zu schicken. Bin also was das angeht save. Und ihr bekommt nix ab. Sucht euch einen eigenen amerikanischen Freund der euch Essen schickt!!!

Nach dem Essen sind wir dann nochmal losgezogen. Hab ja schließlich Donnerstags frei. Josh hat mir eine Private Tour durch Bellingham gegeben. Downtown, Hafen, Strand. Echt schön. Erst recht wenn es dunkel ist und alle Weihnachtslichter zu sehen sind. Aber dann die Frage- Und nun? Josh kam auf die grandiose Idee sich Hotels von innen anzugucken. Wie? Versteh ich jetzt nicht? Aber uns wurde ja eingetrichtert niemals nein zu sagen. Also schnell an der Rezeption vorbei geschlichen und sich das Hotel angeguckt. Klar, an sich weiß jeder wie ein Hotel aussieht- dieses hatte aber über 20 Weihnachtsbäume. Alle verschieden dekoriert. Hier was es also- mein Winter Wunderland!!!

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