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WE WISH YOU A MERRY CHRISTMAS

P1050852Zwar habe ich Weihnachten nicht mehr in Hawaii gefeiert, allerdings sind das die einzigen Weihnachtlichen Fotos die ich im Moment hab. Hatte keine Kamera dabei, war zu faul oder hab es einfach schlichtweg vergessen. Aber ist ja auch egal- die Bilder mit Palmen sind mir sowieso viel lieber.

Ehrlich gesagt hatte ich vor Weihnachten am meisten Angst. Ich dachte mich würde in dieser Zeit das Heimweh packen und naja, ich würde nicht sagen das es toll oder einfach war mit den lieben daheim zu skypen und zu wissen das man dieses Jahr nicht mit am Tisch sitzen wird. Allerdings habe ich wahrscheinlich mit Abstand die tollsten Hostparents die man sich wünschen kann. Ich fühle mich hier in Washington von Tag zu Tag wohler. Nein, ich vergesse natürlich nicht wo ich herkomme, aber ich hab hier wirklich ein zweites zu Hause gefunden. Aber fangen wir doch mal von vorne an.

Am 24. Habe ich nach dem Aufstehen erstmal mit meiner Familie geskypt, was ehrlich gesagt mehr als seltsam war, denn Weihnachten war daheim ja schon fast wieder rum. Es war schon ein komisches Gefühl bei dem gewohnten Ablauf zu fehlen. Man musste ganz genau was jetzt als nächstes kommen ddwürde, aber man war eben nicht Teil davon. Aber bevor ich ins Grübeln oder Traurig sein verfallen konnte, begann für mich der eigentliche Weihnachtsmarathon. Allison kochte Glühwein und ich musste mich auch schon für die Kirche fertig machen. Diesmal ging ich mit Todd in die Kirche (Allison und er besuchen unterschiedliche). In Todds Kirche ist es eher etwas ungezwungener als bei Allison. Bei ihr singt
ein Chor und alles ist ziemlich strickt durchgeplant. Bei Todd hingegen wird sowohl aus der Bibel, als auch aus dem Koran vorgelesen. Die Gemeinde ist daher ziemlich bunt gemischt, was das alles ziemlich interessant macht.  Nach der Kirche trafen wir uns mit Allison in einem Restaurant zum Essen. Im Gegensatz zu daheim würde hier niemand auf die Idee kommen sich für Heilig Abend schick anzuziehen. Da sitzt dann eben mal einer im Seahawks Shirt neben dir. Warum auch nicht. So mit anziehen haben es die meisten Amis ja eh nicht. Nein wirklich- Jogginghose und Schalbbershirt gehört hier zum Standard und nicht nur beim einkaufen bei WALMART.

Ganz traditionell wurden am nächsten Morgen die Geschenke geöffnet. Ich kann mich wirklich sehr glücklich schätzen dass ich hier „gelandet“ bin. Es gab viele tolle Geschenke, Schokolade und noch mehr Glühwein. Während Todd dann in der Küche stand um den Truthahn zuzubereiten, saßen Allison und ich auf der Couch, jeder mit einer Tasse Wein in der Hand, und sahen Christmasmovies. Ich würde mal so behaupten, ich kenne jetzt jeden Weihnachtsfilm seit den 50er Jahren. Es war zwar alles in allem ein ziemlich ruhiges Weihnachtsfest, aber trotzdem sehr sehr schön.

Am nächsten Tag sind wir dann noch mit Allisons Teil der Familie essen gewesen. Hier wurden ebenfalls Geschenke verteilt, allerdings eher eine Mischung aus Schrottwischteln und klauen.  Gefällt dir dein Geschenk nicht, kannst du eines deiner Mitspieler klauen. Das Ganze war ein ziemliches hin und her, aber verdammt lustig. Und wie es sich für den ersten Weihnachtsfeiertag gehört, zumindest für mich, ging es an diesem Abend raus, feiern. Basti und Broti kamen dafür extra nach Bellingham. Amerikaner im Club, also das ist wirklich eine Wissenschaft für sich- macht aber auch verdammt viel Spaß!

Bis Silvester vertreib ich mir jetzt noch etwas die Zeit, bevor es dann am Mittwoch nach San Fransisco geht. Ich freue mich wirklich riesig darauf Jesse wieder zu sehen.  Falls ich jemanden vergessen haben sollte eine SMS, E-Mail oder irgendwas zu schreiben:

Ich hoffe ihr hattet ein schönes Weihnachtsfest!!!

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