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aloha

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Mit vier Kilo Nudeln, fünf Packungen Toast, Reis und Müsliriegeln standen wir am Flughafen. Eben das was man so braucht wenn man Urlaub auf Hawaii macht. Badehose? Völlig überbewertet! Wer braucht schon ein teures Hotel im Paradise, wenn man sich selbst verpflegen kann? Das ganze macht dann allerdings beim Kofferpacken nicht ganz so viel Spaß. Aber scheiß drauf, Hawaii ist nur einmal im Jahr- oder vielleicht sogar nur einmal im Leben?!

Die Vorfreude war natürlich riesig. Hawaii!! Honolulu!! Wahnsinn. Endlos weiße Sandstrände, türkisfarbenes Wasser. Die hübschen Surferboys natürlich nicht zu vergessen. Allerdings musste ich noch etwas länger von meinem Adonis träumen. Bin ja bekanntlich nicht so die Person die Glück hat. Natürlich auch nicht wenn ich nach Hawaii fliegen will. Der Flug verzögert sich über eine Stunde, weil erst mal Reife gewechselt werden müssen. Ernsthaft? Reifenwechsel beim Flugzeug? Jetzt? War ja fast klar dass es nicht ohne Zwischenfälle ins Paradise geht. Hatte allerdings gedacht dass das viele Essen Probleme machen würde. Damit konnte ja wirklich keiner rechnen. Generell ich und das Thema Flughzeug. Auf dem Rückflug hat sich auch jemand noch übergeben, aber das ist eine andere Geschichte. Wollte euch nur mal zeigen dass ich es mir eben nicht einbilde. Bin wirklich ein Pechvogel! Aber irgendwann war es dann so weit- Wir landeten in Hawaii.

Ich beantworte erstmal die Frage von der ich weiß das sie euch am brennendsten Interessiert. Nein- ich habe mich nicht verbannt. Unglaublich oder? Bin selbst noch total von den Socken. Erst recht bei den vielen Möglichkeiten. Aber gibt ja Kinder Sonnencreme 50+. Was würde ich nur ohne dich machen?

An unserem ersten Morgen ging es auch direkt schon mal an einen der vielen weißen Sandstrände, Schnorcheln. Die Sonne scheint, das Wasser ist warm und abends gibt es hausgemachte Nuddeln mit Käsesoße. Was will man mehr?

Meine sonst so pessimistische Grundeinstellung hatte sich durch das Klima und den locker fröhlichen hawaiianischen Lifestyle geändert- ich konnte plötzlich tatsächlich verstehen warum Menschen auch mal gute Laune haben konnten. Vielleicht ist das Leben ja gar nicht so blöd? Ich bin kein Pechvogel der sich bei jeder Gelegenheit blamiert und auf den Boden legt. Das Leben ist toll- ich hab es nur nie erkannt!!! Voller Euphorie konnte mich also nix stoppen. Garnix. Nix und wieder nix. Null. Zero. Nada. Naja …. Hätte mir eigentlich denken können das diese „Glücklich sein“ Phase nicht lange anhält. Ich musste es ja auch wieder direkt übertreiben. Irgendjemand kam auf die glorreiche Idee Stand Up Paddel Boards zu mieten. Die mürrische Maggi hätte natürlich nein gesagt, aber die gutgelaunte, die hawaiianische Maggi war natürlich direkt dabei. Ich hab mal die erfolgreichsten Bilder zusammengefasst:

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Also links das bin ich im Wasser. In der Mitte bin ich im Wasser und schwimme wieder zu meinem Brett. Und rechts, ja das bin ich im Wasser als ich vom Board gefallen bin. „Das ist total easy Maggi, einfach die Beine durchstrecken, das Gleichgewicht halten, das Paddel fest halten, eine quadratische Gleichung lösen… EASY! Zum Glück hat mich mein Adonis Surfer Boy nicht gesehen. Oder vielleicht doch und er ist weg gerannt? Kann es ihm nicht verübeln nach der Nummer.

Aber geben wir der fröhlich gutgelaunten Maggi noch eine Chance. Das Glück war allerdings von kurzer Dauer als wir wieder yeeeahhhh wandern gehen wollten. Auf einen Berg. Aber hey, ich bin ja im Urlaub- ich bin gut gelaunt und die euphorische Maggi macht das mit.  Nach den vielen Treppenstufen und dem steilen Weg nach oben hätte sich die Aussicht auch gelohnt. Aber der netten Maggi wird es ja nicht leicht gemacht. Kaum oben angekommen, fängt es an zu regnen… Story of my Life! Das kann doch nicht dein ernst sein? Und da war sie dann wieder- die mürrische Magdalena. Ich also in bester Laune im tropischen Regen den Berg wieder runtergekragselt.

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Aber so schnell geb ich ja nicht auf. Am nächsten Tag sind wir mit dem Auto los. Unser Ziel war nix anderes als ein Surf Wettkampf der zu dem Zeitpunkt auf Hawaii stattfand. Kein geringerer als die Billabong Pipe Masters Ich könnte jetzt natürlich behaupten ich wüsste was das ist, allerdings hab ich davon vorher noch nie gehört. War aber ein riesen Event. Große Firmen wie Billabong, Vans, etc waren vertreten.

Da waren sie also meine Surferboys. Auf dem Weg dahin gab es noch frische Kokosmilch. Also besser hätte der Tag wirklich nicht anfangen können. Schlechte Laune auf Hawaii ist quasi unmöglich. Der Wettkampf war der Wahnsinn. So hohe Wellen hab ich in meinem ganzen Leben noch nicht gesehen. Schnell noch mit T-Shirt und Stickern bewaffnet und ab an den Strand. Da musste ich auch mal an meine Jungs daheim denken. Die hätten das ganze noch etwas mehr würdigen können als ich. Hab ja keine Ahnung von sowas-sieht halt gut aus.

Die anderen hatten nach dem Tag das Surf Fieber gepackt- nach meinem kläglichen Versuch auf dem Paddelboard war ich allerdings nicht so begeistert mich wieder auf so ein Ding zu stellen. Hab stattdessen den Tag am Strand verbracht. Könnte also auch schlimmer sein.

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Wir haben dann noch versucht so viel wie Möglich von der Insel zu sehen. Broti und ich sind dann auch noch bei diesem Wasserfall schwimmen gewesen. Die Insel, obwohl es eine der größeren ist und somit die meisten Touris hat, ist einfach wunder wunder schön! Es ist wirklich wie im Paradiese!

An unserem letzten Tag sind wir mit Koffer (und viel weniger Essen im Gepäck) bewaffnet Richtung Flughafen, mit der Annahme das unser Flug um 6 nach Hause geht. Dort angekommen, staunten wir dann nicht schlecht als wir raus fanden das wir einen Nachtflug gebucht hatten. Abflug Nachts um 12. Guuut macht ja nix, ist ja auch erst 11 Uhr früh. (Wie kann das denn bitte 4 Personen entgehen?) Pearl Harbour war auch noch auf unserer To-Do Liste, also keine Panik. Wir also unser Gepäck aufgegeben, den Hafen angeguckt und das Museum. Muss mir jetzt natürlich erst mal wieder den Film angucken. Ist ja schon fast Pflicht.

Wir waren trotzdem viel zu früh am Flughafen, trotz Sightseeing und Essen. Geschlagene 6 Stunden. Leider hatte es auch wieder angefangen zu regnen, deshalb war auch nix mit an den Strand legen. Ich hab trotzdem entspannt. Kennt ihr diese Massagesessel die in den Flughäfen stehen? Die bei denen man sich fragt welcher Idiot bezahlt bitte für sowas? Tja, ich bin so ein Idiot. Völlig durchgeknetet und tiefen entspannt bin ich dann in den Flieger.

Fun Fact: An dem tag kam auch niemand geringeres als der Präsident der Vereinigten Staaten zum Heimaturlaub. Richtig gehört- Obama. Ich hab ihn zwar nicht gesehen, kann aber jetzt behaupten im selben Staat mit ihm gewesen zu sein. Toll.

Die Woche ging natürlich viel zu schnell zu Ende…. An sich hatte ich mir auch vorgenommen die mürrische Maggi noch ein kleines bisschen länger zu ignorieren. Als ich dann allerdings in Shorts und Flipp Flops in Washington am Flughafen stand hätte ich die allerdings am liebsten wieder begrüßt! Wieso hab ich nochmal alle meine Sachen beim Check In aufgegeben? Ach ja, ich war zu faul. Dann eben bei minus Graden wieder Richtung Auto- als hätte ich den Wink gebraucht, aber wir waren wirklich nicht mehr in Hawaii.

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Video #2 von Timon Tyzler unter: Hawaii December ‘15