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Homestay #2 CHICAGO

„Und Sie träumt von Chicago….“

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Früh am Morgen ging es los. 6 Uhr aufstehen, Frühstück, mit dem Auto zum Bahnhof in Princton und Abfahrt mit dem Zug in Richtung Chicago. Der Abschied fiel mir trotz der kurzen Zeit erstaunlich schwer. Ich hab mich selten so wohl und willkommen gefühlt wie bei den McCoys. Die beiden Kids waren wirklich richtig toll und Judy und Chuck sind solch herzliche Menschen- ich hoffe ich werde sie eines Tages wiedersehen.

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Aber das Abenteuer geht weiter und wir fuhren in unserer Gruppe wieder zurück nach Chicago, doch diesmal nicht nur um Umzusteigen. Hier zerteilte sich unsere Gruppe dann endgültig. Viele fuhren weiter zu ihrem endgültigen Platzierungsort oder gingen wie ich auf Homestay-Tour.

Die kommenden drei Woche bin ich mit Natalie unterwegs. Sie ist ebenfalls in der Nähe von Seattle platziert und so reisen wir gemeinsam bis zum 27. durch Amerika.

 

Unser Host Steve holte uns direkt am Bahnhof ab und gemeinsam fuhren wir zu seinem Haus. Da Steve noch einmal kurz auf die Arbeit musste, hatten wir den Vormittag Zeit um zu entspannen und uns einzugewöhnen. Sehr nett, die letzten Tage war ich nur auf Achse und es war auch mal ganz nett nur zu sitzen^^.

Steve ist Ende 20 und war vor ein paar Jahren selber Teilnehmer beim PPP. Nach meiner doch sehr religiösen Erfahrung der letzten Tage war Steve wieder ein kleiner Schock für mich. Er lud uns direkt auf ein Konzert für Freitag ein, zeigte uns die besten Bars in der Gegend und Plante unsere vier Tage mit allem, was seiner Meinung nach, junge Leute in Chicago zu sehen hatten- inklusive einer Menge an Alkohol!

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Also warteten Nathalie und ich bis Steve mit der Arbeit fertig war und fuhren dann gemeinsam in die Innenstadt. Wir besuchten „Cloude Gate“, für mich die silberne Bohne, liefen durch den Park bis an den Michigan Lake. Naja Lake ist meiner Meinung nach nicht gerade passend- für mich sieht es stark nach Meer aus. Du siehst bis zum Horizont nichts anderes als Wasser! Na gut- eben ein großer See. Kurzer Bummel durch die Stadt mit kurzem Zwischenstopp in einer Candy Bar (genau meins! Die haben hier Popcorn in jeder Geschmacksrichtung und mit jeder meine ich auch jeder. Käse, Schokolade, Birthday Cake, Cotton Canys,…) und auf ein Bier in einen Luxus Supermarkt namens Eataly. Ich weiß, super kreativ :D. Neugierig wie ich bin (NOT) hab ich ein Bier aus Chicago probiert. Inklusive Aprikose weil kein Radler in der Nähe war.  Erstaunlicherweise war es echt gut- die Gensinger hätten es gehasst so süß war es^^ Apropos Gensinger, kaum in Chicago angekommen fragte mich Steve aus welcher Ecke ich aus Deutschland denn kommen würde. (Um fair zu bleiben ich sage fast zu jedem Frankfurt, weil sind wir mal ehrlich, Gensingen ist eben doch nicht so berühmt wie der Papa es vielleicht gerne hätte^^) Frankfurt, ja kennt er, er war mal in Mainz. Sind wir schon mal nah dran. Ich würde ziemlich platt reden. Ok – er ist nicht der erste. Selbst die Leute aus der Gruppe sagen ich würde „komisch“ reden und machen sich über manche Worte lustig, wie z.B. wenn ich Kirche sage. Sehr erwachsen wirklich. Nicht das ich finde ich würde komisch reden, die sollten mal die richtigen Bauern reden hören. Aber egal, weiter im Text!

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Nach unserem Bier haben wir uns die Stadt von oben angeguckt. Genau zur richtigen Zeit, denn die Sonne ging gerade unter. Eine Traumaussicht! Wir warteten bis die Sonne untergegangen war und liefen zurück zum Wasser, zum Navy Pear. Dort findet jeden, wirklich JEDEN Mittwoch und Samstag ein Feuerwerk statt. Tausende Obdachlose hier in der Stadt, aber Hauptsache zwei Mal die Woche umsonst die Stadt belustigen. Egal. Nach einem langen Tag und 14 Kilometern ging es dann doch endlich wieder Richtung Heimat.

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Am nächsten Tag trafen Broti, Basti und Nathalie und Cedric uns an der Bohne um gemeinsam loszuzieen. Broti und Sebastian sind beide auch in Washington platziert. In Mt. Vernon, ca. eine halbe Stunde von Bellingham entfernt.  Gemeinsam gingen wir durch den Park und wieder Richtung Pear. Da Basti und Broti noch auf eine Baseballspiel gegangen sind, haben wir für den Abend wieder verabredet und sind zu dritt weiter. Wir sind dann zum Chicago History Museum gefahren- hätte ich zwar nicht gedacht aber mit dem Bus und der Bahn kommst du hier in  Chicago wirklich überall hin, was nicht selbstverständlich ist in Amerika. Am Ende mit 6 PPP´lern und unserem Host Steve ging es in ein Restaurant in der es die berühmte Chicago deep dish pizza gibt. Cedric und ich probierten uns an der großen meat and more meat pizza. Bacon, Salami, Peperoni, Sausage und viiiiiiiiiel Käse. Die Pizza war fast so hoch wie mein Finger- eigentlich mag ich eher die flachen Pizzen, aber die was wirklich richtig lecker!

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Um mal wieder etwas zu entspannen nahmen Nathalie und ich uns nichts für den nächsten Tag vor außer an den Strand zu gehen und das gute Wetter zu genießen. Gesagt getan. Ich mich natürlich schön verbrand aber war ja eigentlich abzusehen. Da Steve uns für das Country Music Konzert eingeladen hatte, ging es Abends in eine Bar. Dort trafen wir dann noch Cedric und schon ging mein erstes Country Konzert los.

Meine Musik ist es nicht gerade, aber die Stimmung war echt unbeschreiblich. Alle am mit singen und schreien, überall Cowboystiefel und viele viele betrunkene Amerikaner. Zwei von Steves Freunden kommen aus Texas. Schwieriger Akzent, aber verdammt lustig! Wer denn unser Präsident sei? Ah eine Frau, cool. Ist es denn eine Diktatur? Ähm naja nicht so ganz…. Ob wir in der Schule über Hitler unterrichtet werden? Ja aber nur um zu wissen was damals passiert ist und was wie tun können das so etwas nie wieder passiert. Fand er toll^^ Ein großes Vorurteil gegenüber Amerikaner ist das viele von ihnen arrogant sind. Traf bei Steves Freund wirklich zu, aber nicht weil er Amerikaner ist nein – er war arrogant weil er aus Texas kommt. Zitat: Dem besten Staat in Amerika. Deutschland wäre sozusagen das Texas von Europa. Ob gut oder schlecht ich hab erst mal gelacht.FullSizeRender (8)

An unserem letzten Tag in Chicago gingen wir zu einer „Air Show“. Es war eine Flugzeugshow der Blue Angels. Höllen lärm, aber sehr faszinierend wie vier Jets aneinander vorbei fliegen und einen Salto machen. 1 Millionen Menschen sahen sich das Spektakel an. Glücklicherweise hatte Steve für uns eine Bootstour über die Architektur in Chicago gebucht. Dort trafen wir wieder auf einige PPP´ler die uns begleiteten. So konnten wir das Ganze noch vom Wasser aus sehen. Danach gingen wir noch in ein „Deutsches“ Restaurant. Cedric und ich freuten uns sehr über Kartoffelpuffer mit Apfelmus- allerdings war das Schnitzel und die Bratkartoffeln nicht ansatzweise mit deutschem zu vergleichen. Die Zeit hier in Chicago war wirklich schön, und Steve richtig nett, doch morgen geht es weiter nach San Antonio, Texas. 40 Grad heiß. Ich brauche echt dringend Sonnencreme :-)

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