Homestay #5 San Fransisco
27. August 2015
And she´s going to San Fransisco…
Jetzt bin ich also in Kalifornien. Habe jetzt jede Zeitzone in Amerika mitgenommen und es bleiben noch vier Tage, bevor es nach Seattle und somit in meine neue Heimat Bellingham geht.
Wir leben im Moment bei Jesse und seiner sechs köpfigen WG inmitten des „Gay“ District. Das darf man allerdings nicht zu laut sagen. Aber überall hängen die Regenbogen Fahnen. Erinnert mich natürlich auch ein bisschen an Köln. In Jesses WG ist zur Zeit einiges los, weil alle in zwei Wochen auf das Burning Man Festival fahren und noch einiges vorbereiten müssen. Kostüme, leuchtende Fahrräder,….. Burning Man- sau geil! Aaaaaaaber nicht für 400 $ pro Ticket -.-
An sich fühle ich mich hier richtig wohl. Lebt sich eigentlich wie im Gensinger Juz, nur eben das wir nicht darin schlafen.
In San Fransisco angekommen fuhr Jesse mit uns in einen Diner frühstücken. Bacon, Eier, Pancakes und das ganz gemütlich an der Theke. Das Diner war echt cool- statt eine einheitliche Ausstattung gab es z.B. Tassen in allen erdenklichen Mustern, Farben und Formen. So ähnlich wie auf einem Flohmarkt nur eben nicht altbacken sondern mit Superman und co.
Frisch gestärkt fuhr Jesse mit uns auch direkt zur Golden Gate Bridge. Sooooo viele Menschen und mit dem Auto macht das auch nicht mehr Spaß- aber wenn mal schon mal hier ist.
San Fransisco ist eine der teuersten Städte der Welt, was auch am Silicon Valley liegt das nur 40 Minuten von hier entfernt ist. Ebenfalls berüchtigt- die Berge. Ich sag extra Berge und nicht Hügel, weil es extrem schlimm ist diese rauf und runter zu laufen. Sehr steil. Ohne Automatik Auto ist man hier wirklich aufgeschmissen. Auch zu Fuß ist es nicht besser. Da laufe ich lieber in den Rockys als hier.
Als großer Full House Fan mussten wir uns natürlich auch das Haus der Familie Tanner anschauen.
Und jetzt darf jeder mitsingen…..Everywhere you look…..
Abends ging es noch in ein Chinesisches Restaurant und ACHTUNG die Maggi hat Rucola gegessen. Ich weiß, ich bin genauso überrascht wie Ihr. Sogar Kürbis hab ich hier in den USA probiert. Wo soll das nur Enden- vielleicht esse ich wenn ich nach Deutschland zurück komme sogar Salat :D
Ausgeschlafen ging es an unserem zweiten Tag auf Erkundungstour in die City. Hier in Amerika benutzt jeder Uber – das sind so privat Taxis. Die fahren dich hier in der Stadt egal wo hin du willst und das für nur 7$. Sehr gut! Am Pier angekommen sind wir erstmal zu den Seelöwen. Richtig süß, aber stinken wie sau. Paar Fotos von der Brücke und dem Gefängnis Alcatraz und ab in die schönen Touri Hop-on-Hop-off Busse. Obwohl es August ist, ist es hier wahnsinnig kalt. 20 Grad. Und das ist immer so- nix mit am Strand liegen, nein. Durch den Wind hab ich natürlich nicht gemerkt dass ich mich komplett verbrannt hab. Schön. Rot gefällt mir eh viel besser. Abends sind wir noch schnell im Chipotle was essen gegangen. Mexikanisch. Glaubt mir bitte ich bin wirklich genauso überrascht wie ihr was ich hier so alles essenstechnisch ausprobiere. Aber sehr sehr gut. Wer es mal ausprobieren möchte in Frankfurt gibt es auch einen.
Da wir die zwei Tages Tour für den Bus gebucht haben, ging es am nächsten Tag in die andere Richtung.
Jesse arbeitet im Silicon Valley, deshalb nahm er uns an unserem letzten Tag mit. Er schmiss uns zunächst an der Stanford Universität raus. Wem das jetzt nichts sagt: Stanford ist einer der Elite Unis Amerikas gleich neben Harvard und Yale. Stanford hat einen der größten Campuse der Welt. Ich hatte bisher eigentlich gedacht das hier zig tausende studieren würden, dabei sind es „nur“ 20.000. Harvard hat im Vergleich 40.000 Studenten. Auch weniger als gedacht aber egal. Schnell zum Visitor Center uns eine Karte holen und ab. Ein wirklich riesiger Campus. Mit eigenem Postamt, Einkaufzentrum, Footballstadium, Tennisplätze, Cafés, Subway, Starbucks…. Der Campus ist so groß das alle Studenten mit dem Fahrrad fahren. Also gibt es noch eine Fahrradwerkstadt, Shops mit Zubehör und und und. Wir waren den gesamten Vormittags damit beschäftigt uns die alten Gebäude anzugucken, die Verbindungen, Vorlesungsräume bla bla bla. Klar ist auch nur eine Uni, aber wie viele Leute sich hier bewerben um studieren zu können. Wahnsinn. Zum Mittagessen waren wir wieder mit Jesse verabredet, also holte er uns ab und fuhr mit uns einen Freund besuchen. Scotty.
Scotty arbeitet bei ……Achtung es kommt gleich…. GOOGLE! WOW! WOW! WOW!
Wir bekamen also unsere Besucherausweise und gingen in eines der vielen Restaurants auf dem Firmengelände. Auf dem Weg dorthin sahen wir bereits Tennisplätze, Baseballanlagen, Volleyballfelder. Es war wirklich wie im Film Prakti.com. Überall Sessel, Liegen und Hängematten. Wer würde sich da nicht wohlfühlen? Richtig, mir fällt auch niemand ein. Bei Google bezahlen die Angestellten nichts für Getränke und Essen. Unglaublich oder? Und ich mittendrin.
Wir sind dann also essen gegangen- von Fisch über Pasta, Pizza natürlich alles dabei. Getränke- Eistee, Wasser, Limonade,…. Alles umsonst und griffbereit. Scotty erzählte uns über seine Ausbildung und seinen Weg zu Google. Ich hätte niemals, wirklich niemals gedacht das ich mich jemals mit einem Menschen unterhalte der für Google arbeitet. Geschweige denn mal selbst dort zu sein. Wie heißt es doch so schön, sag niemals nie. Jesse musste wieder zur Arbeit und so nahm Scotty uns noch mit auf eine Tour. Richtig schön auf den bunten Google Fahrrädern. Sehen toll aus, fahren sich aber schrecklich. Zumindest meins :D Mein Sattel hat sich als verstellt und war viel zu niedrig für mich. So ein Scheiß. Aber ich beschwer mich nicht. Wir fuhren also zum Mitarbeitershop, den Android Figuren Park und zum Hauptgebäude. Ich halb tot, weil – scheiß Fahrrad und enorme Hitze (Eigentlich friere ich die ganze Zeit hier in SF, aber sobald man eine halbe Stunde von der Küste weg ist, sind es wieder 33 Grad). Aber kein Grund zur Sorge, geht man eben einen Smoothe trinken in der Hauseigenen Bar. Ihr könnt es euch schon denken. Umsonst. Mit unserem Trinken sind wir dann in den ich sag mal Schulhof/Spielplatz für Erwachsene. Wieder standen überall Sessel und Liegen und Fruchtstände und Foodtrucks. Verhungern muss hier wirklich niemand. Da mal frische Wassermelone oder hier ein Crep mit Nutella. Dazu spielt eine Live Band. Selbst ein Skelett von einem T-Rex steht da rum. Warum? Warum nicht! Scotty erzählte uns noch mehr über seine Aufgaben und Google als Arbeitgeber. Sie selbst nennen sich auch Googlers. Wenn nicht schon vorher, dann spätestens jetzt würde ich alles dafür geben um mal bei Google zu arbeiten. Die Angestellten werden jeden Tag mit dem Bus abgeholt und zur Firma gefahren. Natürlich Premium Busse mit WLAN. Hundesitter, Kindertagesstätten, Frisöre, Wäschereien,…. Alles was man will. Und das ist natürlich nicht nur Bei Google so, sondern auch bei Facebook. Da Scotty wieder zurück zur Arbeit musste und wir genug mit den Bikes rumgefahren sind, machten wir uns auf auch diese Firma zu besuchen. Jesse hat auch einen Freund der bei Facebook arbeitet, allerdings hatte der leider keine Zeit, so viel der Besuch eher unspektakulär aus. Abends noch schnell zum In-and-Out Burger- und schon sind die Tage hier in San Fransisco gezählt. Morgen geht es mit dem Flieger in aller Frühe nach Seattle und somit meine neue Heimat. Traurig, da die Zeit zum Reisen fürs erste vorbei ist, aber super aufgeregt auf die kommende Zeit bei Allison und Todd in Bellingham.
SEATTLE nimm dich in Acht ;-)




